Italiener Trentin gewinnt nach langer Flucht

Die 17. Etappe der Frankreich-Rundfahrt wurde von einer Ausreissergruppe dominiert. Das Peloton liess sie gewähren.

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Matteo Trentin hat die 17. Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der 29 Jahre alte Italiener konnte sich nach 200 Kilometern von Pont du Gard nach Gap als Solist durchsetzen. Zweiter wurde mit rund einer halben Minute Rückstand Kasper Asgreen aus Dänemark, gefolgt vom belgischen Olympiasieger Greg Van Avermaet.

Kurz nach dem Start waren 33 Fahrer ausgerissen, die Gruppe vergrösserte den Vorsprung stetig. 27 Kilometer vor dem Ziel begannen in der Ausreissergruppe die entscheidenden Angriffe. Einzelne Fahrer konnten sich entscheidend absetzen.

Die Favoriten legten dagegen den Schongang ein und kamen erst 20 Minuten nach Sieger Trentin ins Ziel, schliesslich wartet schon am Donnerstag die nächste Kletterpartie über drei schwere Alpen-Riesen mit jeweils mehr als 2000 Metern Höhe.

Weiterhin «alles blau»

An der Spitze der Gesamtwertung ändert sich nach der 17. Etappe nichts. Julian Alaphilippe führt das Klassement an. Die ersten sechs Fahrer trennen weiterhin nur 2:14 Minuten. So spannend ging es schon lange nicht mehr bei der Frankreich-Rundfahrt zu. Dass in Alaphilippe und Thibaut Pinot auch noch zwei Franzosen um den Gesamtsieg mitmischen, versetzt die Grande Nation in grosse Euphorie. «Alles blau», titelte das Tour-Organ «L'Equipe» und schob die Frage nach: «Endlich die Tour der Franzosen?» Die Einschaltquoten im französischen TV schiessen jedenfalls in die Höhe.

Ab Donnerstag kommen neben der Hitze noch die Berge dazu. Die 18. Etappe von Embrun nach Valloire ist die Königsetappe der diesjährigen Tour. Neben dem legendären Col du Galibier (2645 Meter) sind auch noch der Col d'Izoard (2360 Meter) und der Col de Vars (2109 Meter) zu überwinden. Nach dem Galibier wartet eine 19 Kilometer lange Abfahrt ins Ziel. (dpa)

Erstellt: 24.07.2019, 17:15 Uhr

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