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Radlegende Ferdy Kübler ist tot

Der Radsportler Ferdy Kübler ist gestern im Alter von 97 Jahren verstorben.

«In der heutigen Tour de Suisse hat es ja keine Berge mehr!»: Ferdy Kübler 2011 im Gespräch mit <%=misc::zitat%>-Sport-VJ Sebastian Rieder.

Die Radlegende Ferdy Kübler ist tot. Der Zürcher starb am Donnerstag im Alter von 97 Jahren. Wie die «Schweizer Illustrierte» auf ihrem Online-Portal berichtet, ist Ferdy Kübler am Donnerstagnachmittag um 14 Uhr in Anwesenheit seiner Frau Christina in einem Zürcher Spital verschieden.

«Er sagte mir noch: Christina, du bist die beste Frau der Welt», sagt die Witwe zur «Schweizer Illustrierten». Weihnachten haben die beiden noch daheim verbracht, danach musste Ferdi Kübler wegen einer schweren Erkältung ins Spital eingeliefert werden. «Ferdy ist friedlich eingeschlafen, mit einem Lächeln im Gesicht», sagte Christina Kübler.

Beinschmerzen und Hautkrebs

Kübler gewann 1950 als erster Schweizer die Tour de France. 1951 eroberte er in Varese den Strassen-WM-Titel. In den letzten Jahren machten Kübler zusehends gesundheitliche Beschwerden zu schaffen, er konnte sein Bett kaum mehr verlassen. 2008 kam aus, dass er sich wegen Hautkrebs mehrmals hatte bestrahlen lassen müssen. Zudem plagten ihn Beinschmerzen. Grosse Karriere in Bildern:

Tour-de-France-Sieger und Weltmeister: Ferdy Kübler, hier nach der Flèche Wallonne mit Sieger Germain Derijcke, gewann fast alles, was es im Radsport zu gewinnen gibt. (8. Mai 1954)
Tour-de-France-Sieger und Weltmeister: Ferdy Kübler, hier nach der Flèche Wallonne mit Sieger Germain Derijcke, gewann fast alles, was es im Radsport zu gewinnen gibt. (8. Mai 1954)
Keystone
Charakterkopf: Kübler unterzieht sich vor dem Start zur Tour de France dem obligatorischen Gesundheitscheck. (29. Juni 1949)
Charakterkopf: Kübler unterzieht sich vor dem Start zur Tour de France dem obligatorischen Gesundheitscheck. (29. Juni 1949)
Keystone
Zwei, die sich liebten: Ferdy national mit seiner Frau Christina auf dem Golfplatz in der Nähe von Birmensdorf. (9. Juni 1999)
Zwei, die sich liebten: Ferdy national mit seiner Frau Christina auf dem Golfplatz in der Nähe von Birmensdorf. (9. Juni 1999)
Keystone
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Auf Schweizer Verhältnisse übertragen, ist Ferdy Kübler die Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär gelungen. Er wuchs im Zürcher Weinland in ärmlichsten Verhältnissen auf und hatte das grosse Ziel, dieser Armut zu entfliehen. «Vom lieben Gott hatte ich den Willen bekommen, etwas zu tun, in dem ich besser war als alle anderen. Der Tour-de-France-Sieg und der WM-Titel waren für mich wie eine Erlösung. Jetzt war ich aus dem Dreck heraus», hielt Kübler in einem Interview zu seinem 90. Geburtstag fest.

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