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Bis das Blut fliesst

Kunstradfahrer Yannick Martens zielt an der WM auf eine Medaille. Seine Querelen mit dem Verband gipfelten in einem Prozess.

Für Yannick Martens ist Kunstradfahren ein Balanceakt – nicht nur auf dem Velo. Foto: Christoph Kaminski
Für Yannick Martens ist Kunstradfahren ein Balanceakt – nicht nur auf dem Velo. Foto: Christoph Kaminski

Das Vorderrad ist rot von Blut, die Hände sind aufgerissen, die Beine mit blauen Flecken übersät. Acht Stunden hat er trainiert in dieser Halle in Tschechien, in der es auch einmal Temperaturen um den Gefrierpunkt gibt, weil die Heizung fehlt und die Scheiben eingeschlagen sind. Doch Yannick Martens gibt nicht auf, er will der Trainerin nicht die Genugtuung schenken, aufgegeben zu haben, so sagt er es. «Du kannst erst dann nicht mehr, wenn du umfällst», das hatte ihm als Kind ein Kunstturntrainer gesagt – es wird zum Motto für den Zürcher. Stunde um Stunde quält er sich in den maroden Gebäuden im Osten Europas, schuftet in den heimischen Hallen weiter unter der Aufsicht von Privattrainerin Petra Ackermann-Brinkova. Zehn Jahre lang geht das nun schon so, verfolgt Martens nur dieses Ziel: an die Spitze zu kommen. Sein Sport? Kunstradfahren.

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