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Schärs WM-Debüt bahnt sich an

Gegen Honduras wird Ottmar Hitzfeld möglicherweise auf Fabian Schär setzen. Der designierte WM-Debütant könnte das SFV-Team mit seinem unbestrittenen spielerischen Volumen aufwerten.

Im dritten WM-Spiel zeichnet sich die dritte personelle Änderung im Zentrum der Defensive ab. Dem wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Steve von Bergen formierten Duo Djourou/Senderos entzieht der Selektionär das Vertrauen nach fünf Gegentoren wieder. An der Seite des HSV-Professionals wird im entscheidenden Spiel der Gruppe E aller Voraussicht nach der "Basler" Schär verteidigen.

Aus dem Camp der Schweizer sickerte durch, dass der kräftige Offensiv-Verteidiger in den Übungseinheiten forciert worden sei. Der 22-jährige FCB-Abwehr-Patron debütierte im letzten August gegen Brasilien (1:0) im Nationalteam, nun dürfte er im Land des fünffachen Weltmeisters zur WM-Premiere kommen. Er hat zwar erst 450 Länderspielminuten vorzuweisen, in der Qualifikation entwickelte sich Schär mit drei Treffern innert Kürze zur Stammkraft - bis er von einem Eingriff an der Patellasehne gestoppt wurde.

Schär könnte das Spiel der Schweizer mit seiner Passqualität und den Vorzügen in offensiven Luftduellen markant aufwerten, sofern ihn die immer wieder auftretenden Kniebeschwerden nicht allzu sehr beeinträchtigen. Bis anhin kam er nur zusammen mit Von Bergen zum Zug. Eine Viererkette mit Lichtsteiner, Schär, Djourou und Rodriguez wäre in der sechsjährigen Ära Hitzfelds ein Novum.

Im Sturm wird Hitzfeld erneut einen Wechsel vornehmen. Josip Drmic, in der Bundesliga mit 17 Treffern und dem Transfer von Nürnberg zu Leverkusen einer der Aufsteiger der Saison, dürfte für den gegen Frankreich weitgehend wirkungslosen Haris Seferovic ins Stammteam zurückkehren. Mit weiteren Änderungen ist nicht zu rechnen.

Blerim Dzemaili überzeugte nach seiner Einwechslung im letzten Spiel, aber Hitzfeld setzte in den vergangenen Jahren praktisch nie in einer prekären Situation auf den Mittelfeldspieler. Die Schaltstelle mit Captain Inler und Häuptling Behrami tastete der Selektionär nur im äussersten Notfall an. Von dieser Haltung rückt der Coach in Manaus kaum ab - zumal Dzemaili als Joker kaum einmal enttäuschte.

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