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Schweizer im zweiten Abfahrtstraining in Beaver Creek stark

Die Schweizer sind für die zweite Weltcup-Abfahrt des Winters gerüstet.

Didier Cuche und Didier Défago belegten im zweiten Training in Beaver Creek (USA) hinter dem Österreicher Michael Walchhofer die Plätze 2 und 3. Carlo Janka wurde Sechster.

Nach dem Schneefall tags zuvor zeigte sich Beaver Creek von seiner sonnigsten Seite. Dass die Temperatur auf frostige minus 20 Grad fiel, war kaum der Rede wert. Mit dem Wetterumschwung ging im Kreis der Fahrer der Meinungswechsel in Bezug auf die Piste einher. Waren am Mittwoch nach dem "Sprint" über die halbe Distanz kollektiv bissige Kommentare über Sinn und Unsinn eines Abfahrtstrainings von knapp 50 Sekunden Dauer zu hören, waren die Athleten nach der Fahrt auf der Originalstrecke der "Birds of Prey" über die Bedingungen des Lobes voll.

Bei perfekten Bedingungen lagen Walchhofer, der im WM-Ort von 1999 die Abfahrt vor zwei Jahren für sich entschieden hatte, und Cuche klar vor der Konkurrenz. Der drittklassierte Défago lag bereits über eine Sekunde hinter dem Salzburger zurück.

Auch Cuche riskierte bei der ersten Fahrt vom Originalstart weg verständlicherweise noch nicht alles. "Ich bin runder gefahren als ich es mir nach der Besichtigung vorgenommen hatte. Im Rennen werde ich in einzelnen Passagen sicher eine direktere, aggressivere Linie wählen." Gelegenheit, diese Vorgabe in die Tat umzusetzen, hat der Neuenburger schon heute Freitag im Rahmen der Super-Kombination. Gefragt werden daneben auch wieder einmal seine Slalom-Künste sein. "Im Vergleich zum vergangenen Winter habe ich etwas mehr Slalom trainiert. Zwischendurch fühlte ich mich recht gut. Doch zuletzt in Nakiska wars nicht der Hammer. Ich bin nicht gewöhnt, im Slalom das Material auf solch aggressive Schneeverhältnisse anzupassen. Dafür fehlt mir die Erfahrung."

Noch relativ wenig Erfahrung hat Carlo Janka auf der Birds of Prey; rennmässig hat der Bündner die Strecke erst einmal befahren, nämlich im letzten Winter, als er Platz 20 belegt hatte. Das hinderte den Riesenslalom-Weltmeister allerdings nicht daran, sich unmittelbar hinter zwei "Grossen" einzureihen, die in Beaver Creek schon gewonnen haben. Aksel Lund Svindal, der hier schon Abfahrt, Super-G und Super-Kombination dominiert hatte, wurde Vierter, Bode Miller, zweimal in der Abfahrt und einmal im Riesenslalom ganz vorne, Fünfter. Der Norweger und der Amerikaner deuteten an, dass sie nach missratenem Saisonstart wieder bereit sind für Grosstaten.

Pechvogel des Tages war Rainer Schönfelder. Der Kärtner musste mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung aus dem Zielraum getragen werden.

Beaver Creek, Colorado (USA). Zweites Training für die Weltcup-Abfahrt vom Samstag: 1. Michael Walchhofer (Ö) 1:45,36. 2. Didier Cuche (Sz) 0,28 zurück. 3. Didier Défago (Sz) 1,08. 4. Aksel Lund Svindal (No) 1,40. 5. Bode Miller (USA) 1,43. 6. Carlo Janka (Sz) 1,52. 7. Yannick Bertrand (Fr) 1,62. 8. Marco Büchel (Lie) und Steven Nyman (USA) 1,64. 10. Werner Heel (It) 1,65.

Ferner: 19. Tobias Grünenfelder (Sz) 1,89. 23. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,17. 25. Patrick Küng (Sz) 2,21. 28. Ralf Kreuzer (Sz) 2,41. 32. Ambrosi Hoffmann (Sz) 2,55. 33. Benjamin Raich (Ö) 2,56. 34. Jean-Baptiste Grange (Fr) 2,62. 37. Christof Innerhofer (It) 2,95. 54. Sandro Viletta (Sz) 4,09. 55. Beat Feuz (Sz) 4,12. - 83 Fahrer gestartet, 81 klassiert. - Nicht gestartet: Ivica Kostelic (Kro).

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