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Schweizer Turner mit Unvermögen und Pech

Nach einem missglückten Qualifikationswettkampf an den Weltmeisterschaften in Tokio könnten die Schweizer Kunstturner ihre Olympia-Chance vorzeitig vertan haben.

Nach vier von acht Abteilungen der zweitägigen Qualifikation liegt die Schweiz nur an neunter Stelle. Es stehen noch sieben Nationen im Einsatz, die sich vor Jahresfrist in Rotterdam vor der STV-Auswahl klassiert haben. Damit die Schweizer im Januar 2012 in London zum zweiten Olympia-Qualifikationswettkampf antreten dürfen, müssen sie in Tokio unter die ersten 16 kommen. Das grosse Zittern hat begonnen - dabei lautete das Verbandsziel Rang 12.

Die Schweizer begannen an ihrem schwächsten Gerät Pauschenpferd mit einer Fehlerorgie. Am Sprung kam es dann ganz dick. Daniel Groves zog sich bei der Landung des Jurtschenko mit zweieinhalb Schrauben einen Kreuzbandriss zu. Nils Haller musste deshalb an fünf statt drei Geräten turnen. Am Barren gab es kein Streichresultat, weil Manuel Rickli seit einer Handgelenkfraktur vor drei Jahren nur noch vier Geräte trainieren kann. So kam der Sturz des ansonsten tadellosen Youngsters Pablo Brägger in die Wertung.

Der Lichtblick im Schweizer Team war Pascal Bucher. Der Zürcher turnte seinen ersten Sechskampf an einem Grossanlass ohne Fehler durch und belegt im bereinigten Zwischenklassement den 14. Rang. Claudio Capelli, der sturz-, aber bei weitem nicht fehlerfrei turnte, ist 16. 24 Allrounder bestreiten am Freitag den Final, maximal zwei pro Nation.

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