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Schweizer verpassen die WM-Teilnahme knapp

Das Handball-Nationalteam schlägt Vizeweltmeister Norwegen im Playoff-Rückspiel in Zug zwar 33:30. Doch nach dem 26:32 vom Samstag in Stavanger platzt der Traum von der Endrunde.

Enttäuschte Gesichter: Die Schweizer bezwingen Norwegen im Playoff-Rückspiel zwar 33:30, doch nach dem 26:32 im ersten Duell schaffen sie die WM-Qualifikation nicht.
Enttäuschte Gesichter: Die Schweizer bezwingen Norwegen im Playoff-Rückspiel zwar 33:30, doch nach dem 26:32 im ersten Duell schaffen sie die WM-Qualifikation nicht.
Alexandra Wey, Keystone
Regisseur Andy Schmid bedankt sich nach der hartumkämpften Partie bei den Fans.
Regisseur Andy Schmid bedankt sich nach der hartumkämpften Partie bei den Fans.
Alexandra Wey, Keystone
Am Ende feiern aber die Skandinavier, da sie sich dank ihres Erfolgs im Hinspiel für die WM qualifizieren.
Am Ende feiern aber die Skandinavier, da sie sich dank ihres Erfolgs im Hinspiel für die WM qualifizieren.
Alexandra Wey, Keystone
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Obwohl die Chancen nach dem Hinspiel nur noch minim waren, war zu spüren, dass die von Michael Suter trainierten Schweizer an die Sensation glaubten. Sie begannen äusserst konzentriert und lagen nach 14 Minuten 9:6 vorne. Torhüter Nikola Portner parierte vier der ersten acht Schüsse der Norweger. Dennoch lag das Heimteam zur Pause 15:16 hinten.

Das tat der Moral aber keinen Abbruch. Vielmehr legten die Schweizer einen furiosen Start in die zweite Halbzeit hin und gingen in der 38. Minute 22:18 in Führung. Die 3450 Zuschauer verwandelten die Bossard Arena, normalerweise die Heimstätte des EV Zug, in ein Tollhaus. Am Ende blieb aber nur eine Ehrenmeldung in Form des ersten Sieges gegen die Norweger nach neun Niederlagen. Die Schweizer Handballer müssen weiter auf die erste WM-Teilnahme seit 1995 warten.

Fast das Maximum herausgeholt

Viel vorwerfen müssen sich die Schweizer in Zug nicht. Sie holten nahezu das Optimum aus ihren Möglichkeiten heraus. Schade war einzig, dass sie gleich vier Penaltys verschossen – einmal verwandelte Andy Schmid den Nachschuss. Schmid, der Top-Regisseur der Rhein-Neckar Löwen und gerade erst zum fünften Mal hintereinander zum MVP der Bundesliga gekürt, war der klare Leader des Schweizer Teams. Er übernahm sehr viel Verantwortung und schoss nicht weniger als 21 Mal auf das Tor der Norweger, wobei er zwölfmal erfolgreich war.

Weiter ist Portner aus dem starken Schweizer Kollektiv herauszuheben. Der Champions-League-Sieger mit Montpellier verzeichnete 17 Paraden, wovon elf in der zweiten Hälfte. Ausserdem schoss er zwei Tore. Der Sieg der SHV-Auswahl ist umso höher einzuschätzen, als Suter auf gleich neun verletzte Akteure verzichten musste. Die Basis für eine bessere Zukunft ist auf jeden Fall gelegt.

Telegramm WM-Playoff, Rückspiel:

Schweiz - Norwegen 33:30 (15:16)

Bossard Arena, Zug. - 3450 Zuschauer. - SR Nikolov/Nachevski (MKD). - Torfolge: 0:1, 1:2, 4:2, 5:4, 7:4, 7:6, 9:6, 9:8, 11:9, 11:11, 13:12, 13:14, 14:14, 14:16, 15:16; 18:16, 18:17, 20:17, 20:18, 22:18 (38.), 23:19, 23:21, 24:21, 24:23, 31:30, 33:30. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 6mal 2 Minuten gegen Norwegen. - Schweiz: Portner (2); Schmid (12), Meister (3), Rubin, Lier (5/2), Von Deschwanden (3), Röthlisberger, Maros (2), Tominec (3), Gerbl (3). - Norwegen: Bergerud /Christensen (ab 41.); Sagosen (11/3), Myrhol (2), Jakobsen, Vildalen, Tönnesen (4), Joendal (2), Björnsen (3), Gullerud (1), Sörheim, Johannessen, O?Sullivan (4), Reinkind (2), Röd (1). - Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Küttel, Delhees, Tynowski, Vernier, Markovic, Sidorowicz, Huwyler, Kusio (alle verletzt), Engler, Wick (beide überzählig), Winkler, Alili, Blättler, Arn, Haas und Jud (alle nicht eingesetzt). - Schmid scheitert mit Penalty an Bergerud (22./11:11), verwandelt aber den Nachschuss. Schmid scheitert mit Penalty an Bergerud (24./13:13). Gerbl scheitert mit Penalty an Bergerud (41./23:20). Von Deschwanden scheitert mit Penalty an Bergerud (47./24:23).

Weiteres Resultat: Russland - Tschechien 29:21 (14:11); Hinspiel 26:27.

Norwegen und Russland haben sich für die WM-Endrunde 2019 in Deutschland und Dänemark qualifiziert.

(SDA)

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