Samuel Giger unterstreicht seine Ambitionen

Der Favorit auf den Königstitel gewinnt auf der Schwägalp ­gemeinsam mit Daniel Bösch.

3. Triumph auf der Schwägalp: Samuel Giger. Bild: Keystone

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Der Schweiss scheint ihm literweise vom graumelierten Haarschopf zu tropfen. Doch Samuel Giger ist die Ruhe selbst – so, wie er das schon den ganzen Tag war. Eben hat er im Schlussgang auf der Schwägalp mit Marcel ­Mathis gestellt. Das reicht dem 21-Jährigen zwar zum Festsieg – aber er muss ihn mit Daniel Bösch teilen. Die beiden Ostschweizer setzen damit am letzten Kranzfest vor dem «Eidgenössischen» ein dickes Ausrufezeichen: In Zug wird mit ihnen zu rechnen sein.

Das gilt besonders für Giger, der schon zuvor als Anwärter auf den Königstitel galt. Bis zum Schlussgang ist er eine Klasse für sich, bettet mit Reto Nötzli, Mathis (im dritten Gang) und Mike Mülle­stein drei «Eidgenossen» ins Sägemehl. Bereits zum dritten Mal triumphiert der Thurgauer auf der Schwägalp, es ist sein insgesamt 15. Kranzfestsieg. Und so hält er nach getaner Arbeit im Siegerinterview gegenüber «SRF» fest: «Auf dem Weissen­stein ist es mir bereits perfekt gelaufen, heute war es nun ziemlich gleich, weshalb ich mit einem super Gefühl nach Zug gehe.»

Schreckmoment für Orlik

Zumindest einen Achtungserfolg feierten die Innerschweizer auf der Schwägalp. Obwohl er ohne seine besten Kräfte angetreten war – unter anderem fehlten Pirmin Reichmuth und Joel Wicki –, sicherte sich der grösste Teilverband fünf von 13 Kränzen und stellte mit Mathis den Schlussgangteilnehmer.

Einen Schreckmoment setzte es derweil für Armon Orlik ab. Der Bündner, der am «Eidgenössischen» ebenfalls zum engsten Favoritenkreis zählt, musste das Bergfest nach dem ersten Gang wegen Rückenschmerzen abbrechen. Doch die Verletzung sollte nicht allzu gravierend, ein Einsatz in Zug nicht in Gefahr sein.

Glarner überrascht, Aeschbacher triumphiert

Zu einer kleinen Überraschung kam es am Berner «Kantonalen» in Münsingen. Mit fünf Siegen qualifizierte sich Matthias Glarner für den Schlussgang. Dort konnte er zwar Matthias Aeschbacher, dem ein Gestellter für den Sieg reichte, nicht ­bezwingen – der Emmentaler gewinnt damit sein drittes Kranzfest der Saison, womit er zum Hoffnungsträger der Berner avanciert. Aber für Glarner ist Rang 2 trotzdem ein grosser ­Erfolg. So stark wie gestern schwang er nie mehr seit seinem Triumph am «Eidgenössischen» 2016 und vor allem seit dem Sturz von einer Gondel vor zwei Jahren.

Erstellt: 11.08.2019, 21:27 Uhr

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