Glarner lag sechs Stunden unterm OP-Messer

Bei einem Fotoshooting stürzt Schwingerkönig Matthias Glarner vom Dach einer Gondel und verletzt sich schwer. Der Meiringer ist bereits erfolgreich operiert worden.

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Schwingerkönig Matthias Glarner ist bei einem Fotoshooting in Hasliberg zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. «Bei seinem Unfall hat Matthias Glarner zwei schwerere Verletzungen erlitten: Eine vordere Beckenringsprengung (Symphysensprengung) und eine schwerere Sprunggelenksverletzung (Sprungbein)», heisst es in einer Medienmitteilung des Managements.

Der Schwingerkönig wurde am Dienstag im Inselspital Bern operiert. Gemäss «Blick» sei die sechsstündige Operation erfolgreich verlaufen. Der Hüftspezialist Klaus Siebenrock, Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie am Inselspital, stabilisierte die Verletzung am Beckenring. Fussexperte Fabian Krause versorgte mittels einer Gelenkspiegelung und Schrauben die Sprunggelenksverletzung. Glarner wird mehrere Wochen ausfallen.

Sturz vom Dach der Gondel

Die Kantonspolizei Bern bestätigt, am Morgen zu einem Arbeitsunfall gerufen worden zu sein. Die Meldung sei kurz nach 8 Uhr eingegangen. Glarner sei vom Dach einer Gondel gestürzt und mit der Rega ins Spital gebracht worden. Die Ermittlungen laufen.

Glarner arbeitet bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg als Personalbetreuer. Die «Schweizer Illustrierte» wollte mit dem Fotoshooting den Arbeitsalltag des Schwingers dokumentieren. «Der Unfall macht uns sehr betroffen», sagt Stefan Regez, Co-Chefredaktor des Magazins zu Tagesanzeiger.ch/Newsnet. «Wir wünschen Matthias gute und rasche Genesung.»

Der Unfall ereignete sich bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg.

Saison lief nicht rund

Für Glarner, dessen Saison zu Ende sein dürfte, wären die drei Highlights alle noch bevorgestanden: das Berner Kantonalfest am 9. Juli in Affoltern im Emmental, das Brünig-Schwinget am 30. Juli und das Unspunnenfest in Interlaken am 27. August als absoluter Höhepunkt. Jetzt bekommt der Meiringer keine Gelegenheit, sein Können zu zeigen wie am Eidgenössischen Fest vom letzten August in Estavayer, wo er sich zum Schwingerkönig krönen liess.

In der aktuellen Saison war für Glarner nichts rund gelaufen. Bis zum vergangenen Wochenende startete er an drei Berner Gauverbandsfesten sowie an einem Bergkranzfest (Schwarzsee). Sein Bestresultat war ein 4. Rang, am Oberaargauischen Schwingfest verpasste er sogar den Kranz. (woz/SDA)

Erstellt: 27.06.2017, 14:29 Uhr

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