«Es sprach eigentlich alles gegen mich»

Das sagen der neue König und der Verlierer des Schlussgangs zur Entscheidung am Eidgenössischen.

«Nicht viele Worte, eher hochachtungsvolle Blicke»: Orlik (l.) und Glarner, die beiden prägenden Figuren des Eidgenössischen.

«Nicht viele Worte, eher hochachtungsvolle Blicke»: Orlik (l.) und Glarner, die beiden prägenden Figuren des Eidgenössischen. Bild: Keystone

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Schon ganz kurz nach seinem Triumph im Sägemehlring gegen den neun Jahre jüngeren Armon Orlik trat der neue Schwingerkönig Matthias Glarner zum Siegerinterview vor das SRF-Mikrofon. «Es sprach eigentlich alles gegen mich, weil ich ja schon 30 war und es hier so starke junge Wilde gab. Nun spüre ich die Pumpe schon gehörig. Ich hoffe, das ist bei Armon auch ein wenig so. Sonst mache ich mir Sorgen», erklärte Glarner mit einem Lächeln.

Er habe den ganzen Tag über ein gutes Gefühl gehabt, sei sehr fokussiert und darum guten Mutes gewesen, dass es klappen würde. «Ich kann selber nicht genau erklären, woher diese Sicherheit kam», so Glarner. Es fühle sich «cool» an, Schwingerkönig zu sein: «Ich kann es gar noch nicht richtig realisieren, das braucht sicher seine Zeit.»

Grosses Lob für den Unterlegenen

Seinem Gegner Armon Orlik zollte der Berner grössten Respekt: «Wie er geschwungen hat, ist schlichtweg fantastisch. Als ich seine vorherigen Kämpfe sah, kamen mir fast die Tränen. Er ist sicher ein grosses Versprechen für die Zukunft. Und wenn er sich weiter so gut entwickelt, hat er gute Chancen, diesen Sport über längere Zeit zu dominieren.»

Orliks Schmerz

Der Unterlegene trat ebenfalls kurz nach dem Kampf vor die Kamera. «Es tut sehr weh. Ich habe immer die Hoffnung bewahrt, aber wenn man so nah dran ist, ist es schon eine bittere Pille. Dann will man den Sieg auch unbedingt», sagte Orlik. Er habe nach dem Kampf nicht viele Worte mit Glarner gewechselt, eher hochachtungsvolle Blicke.

«Wir haben beide ein sehr starkes Fest gezeigt. Matthias hat hochverdient gewonnen, das habe ich ihm auch gesagt», so der unglückliche Verlierer des Schlussgangs weiter. Sein Ziel sei es nun, immer besser zu werden, um die Vorschusslorbeeren zu bestätigen. «Noch bin ich aber in einem Tief, doch es liegt mir im Blut, mich von Tiefschlägen zu erholen. Mein Bruder hat das auch schon geschafft.»

(ak)

Erstellt: 28.08.2016, 18:18 Uhr

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