Sempach gibt seine Königskandidaten preis

Matthias Sempach, der Schwingerkönig von 2013, spricht über die Stärken und Schwächen von sechs Anwärtern auf den Sieg.

Matthias Sempach erklärt die wichtigsten Schwünge: Der Schwingerkönig von 2013 zeigt, wie der Gegner mit Kurz, Gammen, Fussstich und Wyberhaken im Sägemehl landet. (Video: SDA)

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Matthias Aeschbacher (Rüegsauschachen):«Er hat zwei Teilverbandsfeste gewonnen, verfügt über einen tollen Stand, eine gute Physis. Schwingerisch ist Aeschbacher mit innerem Haken, Kurz und Stich berechenbar. Womöglich fehlt ihm ein Schwung über die linke Seite für den Triumph.»

Samuel Giger (Ottoberg): «Giger ist das grösste Talent. Er hat letzte Saison sechs Kranzfeste für sich entschieden, war Schwinger des Jahres. Dank seiner Kraft und Postur entwickelt er eine gewaltige Wucht. Aber gegen sehr defensiv ausgerichtete Schwinger findet er nicht immer ein Rezept.»

«Giger entwickelt dank
seiner Kraft und Postur
eine gewaltige Wucht.»

Armon Orlik (Maienfeld): «Im Bereich Ausdauer ist er brutal stark. Orlik kann auch im siebten und achten Gang 100 Prozent abrufen und den Sieg erzwingen. Er ist technisch komplett, kann auf beide Seiten schwingen. Was ich dieses Jahr bei ihm vermisse, ist die Schnellkraft. Vielleicht hat er sie für den Tag X aufgespart.»

Bildstrecke: Sempachs sechs Königskandiaten fürs Eidgenössische 2019

Pirmin Reichmuth (Cham): «Reichmuth darf sich auf dieses Fest freuen. Er ist einer der komplettesten Schwinger, der gefährlichste Standschwinger, der beste Techniker. Er kann Schwünge über links und über rechts ziehen, macht viele Plattwürfe, blickt auf eine Supersaison zurück. Wer nach Schwächen sucht, findet sie in der Bodenarbeit.»

«Physisch ist Stucki
so gut ‹zwäg› wie
nie zuvor.»

Christian Stucki (Lyss): «Er hat Vorteile punkto Postur, ist rund 30 Kilogramm schwerer als Giger und Reichmuth. Physisch ist Stucki so gut ‹zwäg› wie nie zuvor. Ist er älter als die Konkurrenz? Ja. Hat er die Fähigkeit, König zu werden? Absolut. Ein Fragezeichen bleibt die Kondition über zwei Wettkampftage. Selbst wenn er in diesem Bereich hart trainiert hat.»

Joel Wicki (Sörenberg): «Er ist extrem konstant, will diesen Titel unbedingt, liebt es, vor solcher Kulisse zu schwingen. Seine vermeintliche Schwäche sind die 182 Zentimeter Körpergrösse. Aber dank seiner Explosivität nutzt er die Grösse zu seinem Vorteil.»

Erstellt: 23.08.2019, 12:02 Uhr

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