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Auch ohne Gut immer besser

Beat Feuz holt bereits die vierte Medaille. St. Moritz könnte zu Schweizer Festspielen werden, obschon die vermeintliche Hauptfigur fehlt.

Gold für die Schweiz: Beat Feuz gewinnt die WM-Abfahrt in St. Moritz.
Gold für die Schweiz: Beat Feuz gewinnt die WM-Abfahrt in St. Moritz.
JOE KLAMAR, AFP
Weltmeisterlich: Beat Feuz fliegt förmlich über die Abfahrtspiste.
Weltmeisterlich: Beat Feuz fliegt förmlich über die Abfahrtspiste.
Fabrice COFFRINI, AFP
Zeitgleich: Patrick Küng zeigt eine hervorragende Fahrt und platziert sich zusammen mit Kjetil Jansrud auf dem vierten Platz.
Zeitgleich: Patrick Küng zeigt eine hervorragende Fahrt und platziert sich zusammen mit Kjetil Jansrud auf dem vierten Platz.
Johann GRODER, AFP
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Der Sonntag wurde zum grossen Tag für den Schweizer Skisport. Wenn auch nicht so, wie das ursprünglich gedacht gewesen war: Lara Gut hätte in der Abfahrt eine Medaille gewinnen sollen – die Tessinerin aber ist nach ihrem Kreuzbandriss abgereist. Dennoch gab es im fünften Rennen die zweite Goldmedaille. Herausgefahren von Beat Feuz, der seine von Verletzungen geplagte Karriere vor Heimpublikum mit dem Triumph in der Abfahrt krönte.

Das zeigt auch: Die Schweiz ist an dieser WM weniger abhängig von Gut als vermutet oder gar befürchtet. Auch für den ersten Sieg war nicht die Gesamtweltcupsiegerin des letzten Winters zuständig, sondern Wendy Holdener, die in der Kombination zusammen mit Michelle Gisin für einen Doppelsieg sorgte. Hinzu kommt Super-G-Bronze von Lara Gut. Damit steht die Schweiz bereits bei vier Medaillen und führt diese Wertung vor Österreich an. In der ersten Woche hat das Heimteam die Erwartungen damit übertroffen, obwohl die Vorzeigeathletin nicht wie erhofft zur grossen WM-Heldin werden konnte.

Holdener könnte in Guts Rolle schlüpfen

Die Schweizer haben ihren Heimvorteil konsequent ausgenützt. Sie hatten vor dem Saisonhöhepunkt als Einzige auf der Corviglia trainiert. Das zahlt sich nun aus. Zudem zeigt sich, dass derzeit ziemlich vieles richtig läuft im Schweizer Skisport – in erster Linie auf Frauenseite.

Dort kommen junge Fahrerinnen nach wie Gisin, die Technikerin, die plötzlich auch in der Abfahrt zu glänzen weiss. Wie Jasmine Flury, die an ihrer ersten WM einen starken Eindruck hinterliess. Und eben vor allem Holdener, die auch in der zweiten Woche eine wichtige Rolle spielen kann. Zum einen führt sie die Schweiz beim Team-Event an, zum anderen gehört sie im Slalom zu den Favoritinnen. Es können ihre Festspiele werden. Es können Schweizer Festspiele werden. Obwohl die vermeintliche Hauptfigur fehlt.

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