«Ich bin nicht die Einzige, die in der Schweiz Skifahren kann»

Lara Gut ist zuversichtlich, dass ihre Bronzemedaille nicht der erste und letzte Schweizer Podestplatz bei der WM in Beaver Creek bleiben wird.

Stolz? Doch ein bisschen Freude? Lara Gut lässt sich für ihre Bronzemedaille bei der WM-Abfahrt bewundern. Foto: Keystone

Stolz? Doch ein bisschen Freude? Lara Gut lässt sich für ihre Bronzemedaille bei der WM-Abfahrt bewundern. Foto: Keystone

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Wie bei Olympia war Lara Gut mit der Bronzemedaille bei der WM-Abfahrt in Beaver Creek nicht glücklich. Sie will gewinnen, das ist ihr Ehrgeiz. Bei der Pressekonferenz nach dem Rennen äusserte sie sich zum Wettkampf und zu ihren weiteren Auftritten.

Lara Gut, Sie haben – wie vor zwei Jahren in Schladming – mit dem Gewinn einer WM-Medaille die Ehre der Skination Schweiz gerettet. Da können Sie schon ein bisschen stolz sein.
Die WM ist ja noch nicht fertig, und ich bin bestimmt nicht die Einzige in der Schweiz, die Skifahren kann. Didier Défago war im Super-G auch nahe dran an einer Medaille. Aber bei einer WM gibt es viele Favoriten, so einfach ist es nicht, aufs Podest zu kommen.

Was lief diesmal besser als im Super-G?
Im Super-G bin ich ganz schlecht Ski gefahren, das war einfach schlimm. In der Abfahrt war ich eigentlich gut unterwegs, aber dann ist mir wieder so ein blöder Fehler unterlaufen. Das ist ärgerlich, und deshalb ist Bronze ganz in Ordnung, aber wirklich zufrieden bin ich nicht.

Haben Sie um Bronze gezittert, als Lindsey Vonn am Start war?
Jede muss die Fahrt erst ins Ziel bringen. Und als Lindsey bei der dritten Zwischenzeit so weit zurücklag, war ich sehr zuversichtlich, dass es für Bronze reichen würde.

Was bedeutet dieses Resultat für den Riesenslalom?
Moment, erst steht am Montag die Kombination auf dem Programm!

Wie oft haben Sie Slalom trainiert?
Nicht so oft wie Tina Maze, aber schon recht viel. Ich fahr sehr gerne Slalom. Aber damit es auch im Weltcup Sinn macht, dort zu starten, müsste ich so viel trainieren, dass die anderen Disziplinen zu stark darunter leiden.

Was rechnen Sie sich in der Kombination aus?
Das gleiche wie in jedem anderen Rennen: No race, no fun, und dann schaue ich im Ziel, was rausgekommen ist.

Wie erleben Sie diese Weltmeisterschaft in den USA?
Ich bin sehr gerne hier in Beaver Creek. Aber es ist manchmal ein bisschen seltsam: Die Leute hier wollen alles perfekt organisieren, sie wollen alles für uns tun. Aber am Ende klappt nichts und wir sind immer nur am Warten. Vielleicht wäre ab und zu ein wenig Improvisation nicht so schlecht.

Erstellt: 07.02.2015, 02:05 Uhr

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