Sturz, OP, WM-Aus

Eine offene Fleischwunde klaffte an Bode Millers Bein nach dem fürchterlichen Sturz an der Ski-WM. Nun meldet er sich vom Krankenbett aus.

Ein Sturz mit üblen Folgen: Bode Miller wird im Super-G ausgehebelt.


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Für Bode Miller ist die Heim-WM schon beendet. Der Amerikaner zog sich beim spektakulären Sturz im Super-G eine tiefe Fleischwunde an der rechten Wade zu und zerschnitt sich dabei mit der eigenen Kante eine Sehne. «Bode wird uns sehr fehlen», sagte sein Cheftrainer Sasha Rearick. «Und es ist vor allem für ihn ein harter Schlag. Er hat nach seiner Rückenoperation so viel investiert, damit er es nach Beaver Creek schafft.»

Damit verliert auch die WM eine ihrer grossen Attraktionen. Miller war vor drei Monaten am Rücken operiert worden, er hatte sich konsequent und kontinuierlich zurückgearbeitet. In Wengen und Kitzbühel holte er sich im Training die Sicherheit, dass der Rücken hält. Auf die Rennen verzichtete er damals, weil er nicht zu viel Risiko eingehen wollte. Vor dem WM-Start sagte er: «Wenn ich im Super-G aufgestellt werde, werde ich alles tun, um das Rennen zu gewinnen.» Er tat alles und noch ein bisschen mehr: Bei der zweiten Zeitmessung legte er eine Zeit vor, die keiner nachher erreichte, er fuhr wie in den besten Zeiten, ohne Rücksicht auf irgendetwas. Dann wagte er in Abyss noch ein bisschen mehr, und das war zu viel. Er hakte mit der linken Schulter am Tor ein, er wurde durch die Luft gewirbelt und prallte heftig mit der Schulter auf.

Viel Glück für Jansrud

Die Nachricht, dass der Rücken unbeschadet blieb, machte schnell die Runde. Die Fleischwunde wurde noch im Zielraum behandelt, doch später stellte sich bei einer genaueren Untersuchung im Spital in Vail heraus, dass die Sehne durchtrennt war. Damit sind alle Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz an der WM dahin.

Inzwischen wurde Miller operiert, wie er in einem Tweet schreibt: «Bin glücklich, es hätte weit schlimmer kommen können.»

Viel Glück hatte ein anderer der Grossen in Beaver Creek. Kjetil Jansrud, der am Ende Vierter wurde, versuchte, den wilden Bode-Style zu kopieren, als wolle er sämtliche Tore mitnehmen, raste er los. Beim zweiten prallte der Norweger heftig mit der Schulter dagegen, er riss es schier um. Doch Jansrud blieb nach Aussage seiner Trainer unverletzt, er wird die Abfahrt morgen bestreiten.

Erstellt: 06.02.2015, 03:57 Uhr

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