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Goldene Sturheit

Abfahrts-Weltmeister Patrick Küng ist ein feiner, angenehmer Kerl. Aber wehe, er wittert Ungerechtigkeit.

Patrick Küng (31) überraschte alle und verschaffte sich grosse Genugtuung. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)
Patrick Küng (31) überraschte alle und verschaffte sich grosse Genugtuung. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Mit dem Weltmeister ist nicht immer gut Kirschen essen. Im Grunde ist Patrick Küng zwar ein sehr anständiger, auch lustiger und interessanter Zeitgenosse. Bloss soll ihm keiner den Weg ver­sperren. Dann ist ganz schnell fertig ­lustig. Nach seiner Goldfahrt in Beaver Creek erzählt er fast beiläufig eine ­Geschichte, die sehr viel über ihn aussagt. Bei allem Lob auf seinen Servicemann Franz Nadig, «der mir superschnelle Ski an die Füsse gegeben hat», kann sich Küng die Bemerkung nicht verkneifen, dass das Verhältnis zu ihm halt nicht immer konfliktfrei sei. «Es kann sein, dass wir in der Vorbereitung in Zermatt sind und drei Tage kein Wort miteinander wechseln.» Er sei mit den Ski nicht zufrieden, Nadig moniere mangelnden Trainingseinsatz. «Und keiner von uns kann über seinen Schatten springen», sagt Küng.

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