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«In Diktaturen ist es für uns einfacher»

Ski-Chef Gian Franco Kasper ist ein Mann klarer Worte und scheut auch provokante Meinungen nicht. Fotos: Urs Jaudas

Es beginnt die WM: Wer schaut noch Skirennen?

Wie steht es um den alpinen Skirennsport?

Sehen Sie Handlungsbedarf?

Die FIS ist behäbig, der Sport kommt daher wie vor 50 Jahren.

Wäre es nicht möglich, mit einer guten Marketingstrategie viel mehr Geld zu generieren wie in anderen Sportarten?

Wie schwer ist das derzeit?

«Jedem, der ­schlotternd auf mich zukam, sagte ich: Welcome to the global warming.»

Und viel umweltschädlicher sind solche Ferien auch nicht. Hören Sie kritische Stimmen?

Ihrem sarkastischen Unterton zufolge: Sie nehmen dieStimmen nicht ernst.

. . . sogenannt?

Auch, weil es wärmer wird und in Lagen schneit, in denen es früher dafür zu kühl war.

In Adelboden friert schon lange keiner mehr.

Behaupten Sie, es stimme nicht, dass die Temperatur in den letzten 100 Jahren global stieg?

Wir hören wieder diese Ironie.

Sind Sie ein Freund von Trump?

Ist Ski fahren bezüglich Umwelt nicht ein Irrsinn?

Wir sehen das Problem eher beim Hochfahren.

«In der Schweiz ist der Skisport zu teuer»: Gian Franco Kasper

Was tut die FIS für die Umwelt?

Wie in Pyeongchang, wo 100000 Bäume gefällt wurden für die Abfahrtspiste?

In einem Naturschutzgebiet.

Das nehmen Sie mit einem Schulterzucken hin?

Wird es in Peking 2022 noch schlimmer?

Deshalb ist es kein Problem?

Alles für den Skisport, egal mit welchen Auswirkungen?

Stehen Sie hinter Olympischen Spielen in Ländern wie China?

Sie betonen immer, dass Sie ein Bergbauer seien. Schmerzen Sie solche Verschandelungen der Natur nicht?

«Wir finden keine Olympiakandidaten mehr, es ist zu teuer, zu gross – was es da alles braucht!»

Als ehemaliges IOK-Mitglied bestimmten Sie aber mit, wer den Zuschlag bekam.

Sieht es bei uns in den Bergen so aus wie in Sotschi?

Ist Olympia, dieser Koloss, noch zeitgemäss?

Wird es noch einmal Olympia in der Schweiz geben?

Wären Sie nicht FIS-Präsident: Hielten Sie Olympische Spiele für etwas Sinnvolles?

Sind also die Leute in Europa zu vernünftig geworden, weshalb das IOK in unvernünftige Länder ausweichen muss?

Und das nehmen Sie in Kauf?

Sie könnten sagen: Hier ist die Grenze. Oder gibt es die nicht?

All das Drumherum, ­Menschenrechtsverletzungen etwa, das alles ist Ihnen egal?

Also gibt es keine Grenze?

Sie haben mehr Skrupel als die Fussballer, Handballer und Velofahrer, die dort ihre WM austrugen oder austragen?