Das passierte vor Glarners Unfall

Matthias Glarner braucht nach seinem Zwölf-Meter-Sturz viel Zeit, um sich zu erholen. Sein Chirurg sagt, Sport sei für vier Monate kein Thema.

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«Ein nicht enden wollender Horrorfilm» sei Glarners Sturz in die Tiefe für sie gewesen, beschreibt Sarah Meier den Unfall des Schwingerkönigs. Die Redaktorin der «Schweizer Illustrierten» hat laut einem Bericht des Magazins zusammen mit einem Fotografen und dessen Assistenten das Fotoshooting mit Matthias Glarner auf dem Gondeldach gemacht. Die Idee des Magazins: den Haslitaler in seiner Heimat zeigen.

Um dieses Bild geht es: Matthias Glarner steht während des Shootings auf dem Kabinendach. Bild: Facebook

Die Geschichte sei als Vorschau auf das Unspunnenfest geplant gewesen, das vom 26. August bis 3. September stattfindet. Dabei habe man den aktuellen König auch in seinem Arbeitsumfeld zeigen wollen. Glarner ist Personal Coach bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, zu der auch die Bahn Twing–Käserstatt gehört.

Auf dem Weg ins Tal

Matthias Glarner sei jederzeit vorschriftsgemäss gesichert gewesen, wie das Magazin schreibt. Eine Viertelstunde habe das Fotoshooting gedauert. Auf dem Weg nach unten sei dann das passiert, was Gegenstand der laufenden Untersuchung ist. «Ich bin bereit, ins Tal zu fahren», signalisiert Matthias Glarner per Funk. Die Gondel setzt sich in Bewegung, fährt in Richtung Mittelstation. Dann passiert der fatale Sturz. Das Shooting-Team sei sofort zur Stelle gewesen und habe die Rega alarmiert.

Die Untersuchungsbehörden gehen der Frage nach, die auch die Öffentlichkeit umtreibt: Wurden während des Shootings Sicherheitsregeln verletzt? «Nein, überhaupt nicht», sagt Hanspeter Wenger gegenüber der «Schweizer Illustrierten». Der Inhaber der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg und damit Chef von Matthias Glarner attestiert allen Beteiligten eine gewissenhafte Vorbereitung.

Vier Monate kein Sport

Der Haslitaler sei mit der Bildidee sofort einverstanden gewesen, zumal er bereits einmal für ein Foto in der «Jungfrau Zeitung» auf einen Gondelmast stieg (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete). Für den Aufenthalt auf einem Kabinendach sei er ausgebildet und qualifiziert, wie die Zeitschrift schreibt.

Glarner, der jederzeit ansprechbar gewesen sei, wurde noch am selben Tag im Inselspital in Bern operiert. Der Patient habe die Eingriffe an Becken und Fussgelenk gut überstanden, sagt sein Chirurg, Klaus Siebenrock, der Illustrierten. Zwei Monate lang müsse er an Krücken gehen und innerhalb der nächsten vier Monate sei sportliche Betätigung nicht möglich. Das heisst, das Unspunnenfest wird ohne den König stattfinden. (oli)

Erstellt: 30.06.2017, 10:42 Uhr

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