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Spielabbruch nach Massenschlägerei

Wegen einer Massenschlägerei von am Ende fast 30 Spielern auf dem Eis musste in der russischen KHL am Samstag die Partie Witjas Tschechow - Awangard Omsk nach nur rund vier Spielminuten abgebrochen werden.

Bis dahin hatten die Schiedsrichter schon Zeitstrafen von insgesamt 637 Minuten verhängt - Rekord in der Kontinental Hockey League. Der Verband in Moskau verhängte am Sonntag Geldbussen von insgesamt 130'000 Euro gegen Klubs, Trainer und Spieler. Der Skandal ist ein Rückschlag für die mit Milliarden aus dem Energiegeschäft gesponserte KHL. Die ambitionierte Eliteklasse mit 24 Mannschaften aus Russland, Kasachstan, Lettland und Weissrussland will auf Dauer der NHL Konkurrenz als bedeutendste Liga der Welt machen.

Russischen Medien zufolge hatte es in Tschechow bereits beim Aufwärmen Provokationen zwischen den beiden Mannschaften gegeben. Nach nur etwa drei Spielminuten sei dann auf dem Eis eine erste grössere Prügelei ausgebrochen, nach der die Schiedsrichter elf Akteure vorzeitig in die Kabine schickten. Nach Wiederaufnahme der Partie dauerte es lediglich sieben Sekunden bis zur nächsten Schlägerei. Auch Omsks tschechischer Star Jaromir Jagr erhielt danach eine lange Zeitstrafe. Nach weiteren Faustkämpfen, zu denen auch alle gesperrten Spieler wieder aufs Eis sprangen, wurde die Begegnung nach nur insgesamt 3 Minuten und 39 Sekunden Spielzeit abgebrochen.

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