104 der Welt schlägt Wawrinka

4:2 führte der Romand im Entscheidungssatz, dann ging nichts mehr in Indian Wells. Ganz anders Roger Federer.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die erste Startniederlage Stan Wawrinkas seit den Swiss Indoors, ein 3:6, 6:3, 3:6 gegen Robin Haase (ATP 104), kam aus heiterem Himmel. Immerhin hatte er dieses Jahr 15 von 17 Partien gewonnen und sich in Boca Raton (Florida) und Indian Wells gut auf die amerikanischen Masters-Turniere vorbereitet, auf einen Davis-Cup-Einsatz gegen Belgien verzichtet. Zudem ging er gegen den in dieser Saison nach sieben Turnieren noch sieglosen Holländer mit einer 6:0-Bilanz aufs Feld. Diese Überlegenheit war allerdings trügerisch, hatte er doch in fünf dieser Partien einen Satz abgegeben.

Nachdem Wawrinka im zweitgrössten Stadion des Indian Wells Tennis Garden den zweiten Satz gewonnen hatte, wirkte er stärker als sein Gegner, konnte diese Überlegenheit aber resultatmässig nicht umsetzen. Im dritten Durchgang vergab er einen Breakball zum 4:2, worauf er kein Game mehr gewann, zweimal gebreakt wurde, am Ende enerviert wirkte und das neunte Spiel mit vielen Fehlern abgab. Er hatte in der 1:47 Stunden dauernden Partie gemäss Statistik mehr Fehler als Winner erzielt (37:36) und dabei auch schlecht aufgeschlagen (48 Prozent erste Bälle).

«Fehlerhaft, langsam, zögerlich»

«Ich beging zu viele Fehler, war langsam, zögerlich und fand meine Effizienz nicht», sagte Wawrinka nach seiner ersten Auftaktniederlage am zweitgrössten Turnier der USA; sein Niveau sei schlicht nicht genügend hoch gewesen. Vor Indian Wells war er die Nummer 2 der Jahreswertung (Race), nun wird er etwas zurückfallen. Er kommt nun zu einer fast zweiwöchigen Pause, bevor in Miami das nächste Masters-Turnier ansteht, das aber nicht zu seinen bevorzugten Stationen gehört. Wawrinka erwähnte auch die schwierigen Bedingungen in Indian Wells, wo er Mühe habe, die Bälle zu kontrollieren, vor allem in den frühen Runden.

Roger Federer hatte darauf keine Probleme, den nur 1,70 m grossen, aber flinken Argentinier Diego Schwartzman (ATP 63) 6:4, 6:2 zu schlagen. Er brauchte lediglich 63 Minuten, um die Sechzehntelfinals zu erreichen. Dort trifft der Vorjahresfinalist und vierfache Champion auf seinen letzten Bezwinger, Andreas Seppi (ATP 33). Der Südtiroler hatte ihm in Melbourne eine ähnlich überraschende Niederlage zugefügt, wie sie gestern Wawrinka erlitt.

Für einmal ohne Coach

Federer weilt für einmal ohne Coach an einem grossen Turnier, weil er Severin Lüthi nach dem Davis-Cup eine Pause gönnen wollte und Stefan Edberg nicht so weit fliegen mochte, wie der Weltranglistenzweite erklärte. «Hier ist es aber einfach, die Trainings zu organisieren», sagte der letztjährige Finalist, der auf die Hilfe seines Physiotherapeuten Daniel Troxler zählen kann. Mit ihm in Kalifornien weilt auch der Dübendorfer Michael Lammer, mit dem er spontan das Doppel bestritten hatte und der mit diesem Einsatz seine Profikarriere beendete. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.03.2015, 06:12 Uhr

Artikel zum Thema

Wawrinka scheitert an Stachowski

Stan Wawrinka bezieht in Marseille die zweite Niederlage des Jahres. Dem Waadtländer unterläuft der selbe Lapsus wie Roger Federer vor gut zwei Jahren in Wimbledon. Mehr...

«Ihr zwei solltet miteinander essen gehen»

Widerwillig sprach Roger Federer in Indian Wells über den Davis-Cup und das Aus in Belgien. Wawrinka fiel das Thema etwas leichter. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Kommentare

Blogs

Mamablog Mit Kindern über Flüchtlinge reden

Nachspielzeit Beim Foulpenalty ist zu vieles faul

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Das knallt: Touristen flanieren durch die blutroten Sommerzypressen-Felder im japanischen Hitachinaka. Diese intensive Farbe nehmen die Pflanzen jeweils im Herbst an. (22. Oktober 2018)
(Bild: Toru Hanai) Mehr...