Bacsinszkys Reise hat erst begonnen

Die Lausannerin hat in Paris ihre kontinuierlichen Fortschritte unter Beweis gestellt. Man darf auf die weiteren Kapitel gespannt sein.

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So nah der erste Grand-Slam-Final für Timea Bacsinszky schien, als so weit weg erwies er sich dann doch. Diese Niederlage gegen Serena Williams schmerzt. Wahrscheinlich wird sich Bacsinszky noch ein paarmal fragen, was gewesen wäre, wenn sie die an­geschlagene Amerikanerin noch weiter ans Limit hätte treiben können. Doch sie wird, wenn der erste Schmerz abgeklungen ist, stolz sein auf ihren ­Parcours 2015 in Roland Garros.

Hatte sie sich zuvor auf kleineren Bühnen nach oben gearbeitet, reüssierte sie jetzt erstmals auf Grand-Slam-Stufe. Ihr Pariser Siegeszug war das Produkt ihrer kontinuierlichen Fortschritte, seit sie sich vor zwei Jahren entschied, es nochmals mit dem Tennis zu versuchen. Einst als Wunderkind gepriesen und wie Martina Hingis siegreich am prestigeträchtigen Juniorenturnier «Petits As», ist die Lausannerin in ihrer «zweiten Karriere» ein Profi geworden, der sich ganz dem Sport verschreibt. Sie ist nun eine Athletin, die fast alle Bälle erläuft, und sie hebt sich mit ihrem Spielwitz und ihrer Variation von der Masse ab.

Noch hat Bacsinszky nicht ausgelernt, sie kann sich etwa bei der Vorhand noch verbessern. Und Spiele auf höchstem Niveau wie gegen Williams sind ihrer Entwicklung zuträglich. Am Montag wird Bacsinszky 26. Ein gutes Alter. Sie hat nun ihren Platz gefunden – im Leben wie auf der Profitour. Ihre Reise als die Spielerin, die sie sein kann, hat eben erst begonnen. Man darf gespannt sein auf die nächsten Kapitel. Es werden auch wieder Rückschläge kommen. Doch wer so viel erlebt hat wie sie, lässt sich so schnell nicht mehr aus der Bahn werfen.

Erstellt: 05.06.2015, 08:33 Uhr

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