Belinda Bencic hat einen Wunsch

Die Ostschweizerin kämpfte sich am US Open in die dritte Runde. Sie ist fasziniert vom Big Apple, an keinem Turnier unternimmt sie so viel.

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Belinda Bencic hält nichts davon, den ganzen Tag im Hotelzimmer zu verbringen, um möglichst viel Energie zu sparen für ihre Matches. Zumindest nicht in New York. «Ich liebe diese Stadt», sagt sie und strahlt. «An keinem anderen Turnier unternehme ich daneben so viel wie hier. Natürlich sprinte ich nicht den ganzen Tag in der Stadt herum. Aber wenn ich Spazieren gehe, mich in einem Park hinsetze oder einen Kaffee trinken gehe, tut mir das gut. Wenn ich die ganze Zeit im Zimmer bleibe, bin ich müder. In Cincinnati war es mir fast langweilig. In New York läuft immer etwas.»

Das bunte Treiben auf der Anlage in Queen's ist ein Abbild der Geschäftigkeit in Manhattan. «Jedes Grand Slam hat seinen eigenen Reiz», sagt die 22-Jährige. «Hier finde ich es wunderbar, wie die Leute bei den Spielen mitgehen. Es ist immer laut. Und die Nightsessions sind etwas ganz Spezielles. Ich würde sehr gerne eine spielen.»

Es winkt das Scheinwerferlicht

Damit ihr Wunsch in Erfüllung geht, braucht sie noch einen Sieg, am Samstag gegen die Estin Annett Kontaveit (WTA 21), gegen die sie noch nie gespielt hat. Dann würde sie entweder auf Titelverteidigerin Naomi Osaka oder das US-Wunderkind Coco Gauff treffen – und das ganz bestimmt im Scheinwerferlicht.

Gegen die zähe Französin Alizé Cornet (64) brauchte sie drei Sätze zum Weiterkommen. Das 6:4, 1:6, 6:2 widerspiegelte das Geschehen gut. Nach einem fehlerhaften zweiten Durchgang fand Bencic die richtige Mischung zwischen Aggressivität und Kontrolle wieder und zeigte sie sich in den entscheidenden Momenten nervenstark. Ihr linker Fuss ist zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber dass er einer Dreisatz-Partie standgehalten habe, sei ein gutes Zeichen. Und gegen Kontaveit, die ebenfalls druckvoll von der Grundlinie spielt, erwartet sie weniger lange Ballwechsel.

Der Dank an ihren Freund

Ihr Freund und Fitnesstrainer Martin Hromkovic sitzt nebenan, als Bencic entspannt plaudert. «Er hat mir sehr geholfen in den letzten zwei Jahren meiner Karriere», sagt sie und wirft ihm einen Blick zu. «Ich bin ihm sehr dankbar, dass er das macht. Zusammen sind wir stark. Punkto Fitness hat er mich auf ein sehr gutes Niveau gebracht», sagt sie – und fügt schmunzelnd an: «Und menschlich stimmt es auch.»

Erstellt: 30.08.2019, 00:42 Uhr

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