Das grosse Fragezeichen um Asarenka

Viktoria Asarenka ist seit Jahren an der Spitze des Frauentennis mit dabei. Besonders hart im Nehmen ist sie deswegen aber nicht, wie auch ihr jüngster Rückzieher in Brisbane zeigt.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In einer Woche startet mit dem Australian Open der erste Höhepunkt der Tennissaison. Viktoria Asarenka wird dann ihre Mission als Titelverteidigerin und ihre 47. Woche als Nummer 1 in der Weltrangliste antreten. Es ist aber gut möglich, dass nach den beiden Wochen in Melbourne eine andere ganz oben im Ranking steht. Während Asarenka 2000 Punkte verteidigen muss, hat Serena Williams aus dem letzten Jahr lediglich 280 Punkte zu ersetzen. Bei ihrer Topform würde es niemanden überraschen, wenn die Amerikanerin dieses Jahr den Titel gewinnen würde, was ihr auf jeden Fall zusätzliche 1720 Punkte eintragen und die Position als Nummer 1 der Welt sichern würde.

Im Head-to-Head-Vergleich zwischen Asarenka und Williams führt die Amerikanerin klar mit 12:1. Die zwölfte Niederlage hat Asarenka der jüngeren der beiden Williams-Schwestern sozusagen geschenkt. Beim Vorbereitungsturnier in Brisbane haben beide Spielerinnen die Halbfinalqualifikation geschafft. Doch kurz vor der herbeigesehnten Spitzenpartie zog Asarenka zurück und gab Forfait. Wegen eines Zehs, der sich bei der Pediküre entzündet hatte, konnte sie nicht antreten. «Ich habe das schon seit zehn Tagen – und es wird schlimmer. Ich musste das Spiel absagen, um bei den Australian Open vollständig fit zu sein», erklärte sie an der anschliessenden Pressekonferenz. Wie schwerwiegend diese Blessur wirklich ist, ist dennoch zweifelhaft. Am nächsten Tag twitterte sie bereits: «Habe heute trainiert und bin sogar etwas gelaufen. Dem Zeh geht es schon viel besser.» Währenddessen bestätigte Williams im Final von Brisbane gegen Anastasia Pawljutschenkowa ihre blendende Form und fegte die Russin souverän 6:2, 6:1 vom Platz.

Nicht so zäh wie Federer

Es war nicht das erste Mal, dass Asarenka Forfait gab, und auch während ihrer Spiele hat sie schon öfters aufgegeben. Die 23-Jährige hat in ihren 480 Spielen auf der WTA-Tour ganze 20 laufende Partien aufgegeben und zog viermal kurz vor einem Spiel zurück. Zum Vergleich: Roger Federer hat trotz seinem beachtlichen Tennisalter von 31 Jahren in 1076 Spielen auf der Tour kein einziges Mal aufgegeben. Bei der Weissrussin ist zudem auffällig, dass sie nie schwerwiegend verletzt war und häufig ein oder zwei Wochen später wieder wettkampfmässig auf dem Platz stand.

Eine leichte Entzündung im Zeh sollte Asarenka also nicht davon abhalten, beim Australian Open wieder voll einsatzbereit zu sein – auch wenn sie trotz der Nummer 1 im Rücken nicht als Favoritin gilt. (rso)

Erstellt: 07.01.2013, 16:43 Uhr

Artikel zum Thema

Asarenkas Thron wankt

Viktoria Asarenka muss um den Verbleib an der Spitze der Weltrangliste bangen. Die Australian-Open-Siegerin aus Weissrussland kassiert am WTA-Masters in Istanbul eine 4:6, 4:6-Niederlage gegen Serena Williams. Mehr...

Asarenka demütigt Scharapowa

Die Weltranglistenerste Viktoria Asarenka überlässt Maria Scharapowa im Final des WTA-Turniers von Peking gerade einmal vier Games. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Blogs

Sweet Home Die besten Orte für eine neue Ordnung

Geldblog Bei GAM fliessen weiterhin Vermögen ab

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...