Davon können andere Tennis-Länder nur träumen

Roger Federer und Stan Wawrinka spielen in Melbourne um einen Platz im Final. Wie phänomenal die Schweiz mit den beiden dasteht, zeigt ein Blick auf andere Tennis-Nationen.

Unglaublich starkes Comeback: Roger Federer macht mit dem Matchball gegen Mischa Zverev den Schweizer Halbfinal perfekt. (24. Januar 2017)
Video: Reuters/Tamedia-Webvideo

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Je regelmässiger im Sport Triumphe und Siege sind, desto selbstverständlicher werden sie hingenommen, desto grösser ist der Sättigungseffekt, auch für das Publikum. Manchmal tut man allerdings gut daran, etwas Abstand zu nehmen, die Perspektive zu wechseln und das grosse Bild zu betrachten. Zum Beispiel jetzt, wo Roger Federer und Stan Wawrinka schon zum dritten Mal gemeinsam die Halbfinals eines Grand-Slam-Turniers erreicht haben.

Und weil sie, wie beim US Open 2015, in jener Runde am Donnerstag aufeinander treffen, steht schon fünf Tage vor dem Endspiel des Australian Open fest, dass einer von ihnen um den Titel spielen wird.

Frankreich wartet seit 1983

Federer (17) und Wawrinka (3) haben gemeinsam 20 Grand-Slam-Titel gewonnen, davon fünf in Melbourne. Sie haben ihren Anhängern jede Menge Gelegenheit gegeben, sich an ihre Erfolge zu gewöhnen. Dabei wäre schon ein einziger dieser Titel für ein kleines Land wie die Schweiz in einer Weltsportart wie Tennis ein phänomenaler Erfolg.

Frankreich wartet seit 1983 und Yannick Noah auf einen neuen Grand-Slam-Sieger, die Amerikaner müssen auch schon bis ins Jahr 2003 zurückgehen, um mit Andy Roddick ihren letzten Major-Champion zu finden (am US Open). Was Deutschland betrifft, liegt der letzte Grand-Slam-Titel der Männer nun 21 Jahre zurück, 1996 durch Boris Becker in Melbourne erobert. Und nur schon sieben Jahre ist es her, seit unser nördlicher Nachbar letztmals an diesen Turnieren einen Halbfinalisten stellte. Daran konnte auch Mischa Zverev gegen Federer nichts ändern.

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Dass US-Open-Champion Wawrinka mit fast 32 Jahren und Federer mit über 35 Jahren und erst noch nach einer halbjährigen Pause in Melbourne schon wieder so weit gekommen sind, verspricht, dass das Schweizer Tennishoch auch dieses Jahr anhält. Aber – eben: Warum immer gleich vorausschauen?

Video – Wawrinka zieht gegen Tsonga durch:

Das Australian Open 2017 ist es aus helvetischer Sicht längst wert, innezuhalten, vielleicht anzustossen, zu geniessen und sich wieder einmal einiger Dinge bewusst zu werden. Zum Beispiel, über welch aussergewöhnliche Tennisspieler das Land verfügt und in welchem Ausnahmezustand sich diese Sportart hier befindet. Und das schon seit vielen Jahren.

Video – den Streit des Tages trugen Wawrinka und Tsonga aus:

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.01.2017, 11:31 Uhr

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