Die Briten wollen ihren Helden zurück

Andy Murray feilt nach seiner Hüftoperation an seinem Comeback. Nun zeigt der 30-Jährige erste Fortschritte – und bekommt Hilfe vom englischen Tennisverband.

Andy Murray will auf die Rasensaison und Wimbledon hin auf den Court zurückkehren.

Andy Murray will auf die Rasensaison und Wimbledon hin auf den Court zurückkehren. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am Masters-1000-Turnier in Miami finden heute noch zwei Viertelfinals statt. Alexander Zverev misst sich mit Borna Coric, Pablo Carreno Busta trifft auf Kevin Anderson. Bereits im Halbfinal stehen Juan Martín Del Potro sowie John Isner. Vergeblich sucht man nach den Namen, welche das Tennis in den vergangenen Jahren geprägt haben. Roger Federer gönnt sich nach seiner Erstrundenniederlage eine längere Auszeit, der rekonvaleszente Rafael Nadal bereitet sich auf seine Rückkehr auf Sand vor und Novak Djokovic ist auf der Suche nach seiner Form und seinem Selbstvertrauen.

Und dann gibt es ja noch jemanden aus den berühmten «Big Four»: Andy Murray. Schon längere Zeit ist er der Tour ferngeblieben, monatelang war es still um den dreifachen Grand-Slam-Sieger. Am vergangenen Wochenende kam dann ein erstes Lebenszeichen: Murray ist auf den Tennisplatz zurückgekehrt. Der 30-jährige Brite trainiert in Nizza eifrig für sein Comeback und soll auf die Rasensaison hin wieder spielbereit sein, wie sein Team verlauten liess. In einem Instagram-Post vom Mittwoch zeigte sich Murray motiviert. Unter dem Bild stand mit einem Hashtag versehen: «Fortschritt».

Der Entscheid für die zweite Option

Fast neun Monate ist es her, als Murray in Wimbledon im Viertelfinal gegen Sam Querrey ausschied. Es sollte seine bisher letzte Partie sein. Daraufhin verlor er die Nummer-1-Position in der Weltrangliste und beendete kurz danach die Saison vorzeitig. Zu stark behinderte ihn die Hüfte.

Murray, der in seiner Karriere bereits einmal – damals wegen seines Rückens – unters Messer musste, entschied sich zuerst für eine konservative Behandlung ohne Operation. Nachdem ihn die Verletzung auch im Winter zuerst in Brisbane und kurz darauf bei den Australian Open zur Absage zwang, musste er sich doch für die «zweite Option» entscheiden. Im Januar liess er sich erfolgreich operieren. «Ich muss nun mehr auf den Turnierkalender schauen und fokussiere mich auf die grossen Turniere anstatt auf die Weltrangliste», sagte Murray noch im Spital.

Mittlerweile ist Murray in der Weltrangliste auf Rang 29 zurückgefallen, bis nach dem French Open wird er nicht mehr in den Top 50 figurieren. Doch dies wird ihn kaum kümmern. Der Fokus liegt zurzeit nur auf der Rückkehr. Bis Anfang April verweilt Murray in Nizza, das offizielle Comeback soll er dann Mitte Juni beim Rasenplatzturnier in s'Hertogenbosch geben, wie er am Donnerstag bekannt gab.

Ein Turnier eigens für das Comeback organisiert

Bereits vorher nimmt der Brite an einem Challengerturnier in Loughborough teil. Der Hintergrund: Murray wollte ursprünglich bereits im Mai wieder auf die Tour zurückkehren. Da im ATP-Kalender jedoch bis zu diesem Zeitpunkt nur Sandplatzturniere – alles andere als förderlich für eine lädierte Hüfte – ausgetragen werden, hat der englische Verband LTA eigens ein Turnier für seine britische Nummer eins organisiert. Murrays einziger Einwand: Es soll in der Halle auf Hartplatz stattfinden.

100'000 Pfund Preisgeld haben die Organisatoren installiert. Vom 19. bis 27. Mai geht das Turnier über die Bühne und soll die passende Plattform für Murrays Comeback bieten, der sich dadurch früher auf die Rasensaison vorbereiten kann. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Briten sich nach der Rückkehr ihres Helden und zweifachen Wimbledon-Champions sehnen. (nry)

Erstellt: 29.03.2018, 16:04 Uhr

Artikel zum Thema

Murray sagt für Melbourne ab

Andy Murray wird das Australian Open im Januar 2018 nicht bestreiten. Der Schotte macht gesundheitlich keine wesentlichen Fortschritte. Mehr...

Tenniscrack Murray parodiert Trump

Mit einem Tweet zeigt der Schotte wieder einmal seinen trockenen Humor – und übertrifft damit sogar den US-Präsidenten. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blogs

Beruf + Berufung Schaumschläger in den Chefetagen

Geldblog Warum die Aussichten an der Börse düster bleiben

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Hi Fisch! Vor Hawaii lebt dieser Haifisch Namens Deep Blue. Wer mutig ist und lange die Luft anhalten kann, darf ihn unter Wasser streicheln (15. Januar 2019).
(Bild: JuanSharks) Mehr...