Djokovics offene Rechnung

Mit Andy Murray und Novak Djokovic treffen heute bei den World Tour Finals zwei Top-Favoriten aufeinander. Vieles ist vorhersehbar, doch ein grosses Fragezeichen bleibt.

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Wenn heute Novak Djokovic (ATP 1) und Andy Murray (ATP 3) auf den Platz treten, wird es keine grossen Überraschungen geben – auf jeden Fall, was die Art des Spiels angeht. Es wird lange, kräftezehrende und manchmal auch brillante Ballwechsel geben. Murray selbst bestätigt das: «Wir sind beide eher die Läufertypen, was zu einem langen Schlagabtausch führen wird.» Das Momentum wird während des Matches zwischen beiden Spielern hin und her pendeln, wie es zuletzt in Shanghai der Fall war, als Djokovic den Final nach Matchbällen gegen sich noch drehen konnte.

Das einzig Unvorhersehbare ist das Resultat. Die beiden sind sich schon 16-mal gegenübergestanden, dabei hat Djokovic mit neun Siegen die Nase vorn, doch mit sieben Erfolgen ist Murray nicht weit weg. In diesem Jahr ist die Bilanz sogar noch ausgeglichener: sechs Partien, von denen beide drei gewonnen haben. Von diesen sechs Aufeinandertreffen haben beide einen Fünfsätzer bei einem Grand Slam gewonnen sowie dem Gegner eine Niederlage ohne Satzverlust zugeführt.

«Es ist immer eine Herausforderung, gegen Andy zu spielen»

Besonders in Erinnerung geblieben ist Djokovic der Final des US Open in diesem Jahr: «Das ist eine der besten Partien, die Andy und ich das ganze Jahr gespielt haben.» In die Karten schauen lassen will sich der Serbe aber nicht. Im Vorfeld der heutigen Partie, die Experten wie Boris Becker auch als Finalkonstellation sehen, sagt Djokovic diplomatisch: «Es ist immer eine Herausforderung, gegen Andy zu spielen. Vor allem in diesem Jahr hat er sein Tennis auf ein neues Level gehoben, was seine Ergebnisse mehr denn je unterstreichen.» Der Schotte drückt sich in dieser Hinsicht etwas klarer aus: «Wir spielen oft genug gegeneinander, um zu wissen, was uns erwartet.»

Djokovics grosse Motivationsspritze

Ein zusätzlicher Motivationsschub wird für Murray das Heimpublikum sein. Der 25-Jährige will das beste Jahr seiner Karriere mit dem zweiten grossen Titel in seiner Heimat abschliessen. Djokovic auf der anderen Seite hat noch eine offene Rechnung zu begleichen: 2011 konnte er ein sehr erfolgreiches Jahr verbuchen und jenes als Weltnummer 1 abschliessen, doch der zweite Triumph nach 2008 bei den World Tour Finals blieb dem Serben verwehrt. Am Ende dieser Saison steht er wieder ganz oben in der Rangliste und will die O2-Arena endlich als Sieger verlassen.

Erstellt: 07.11.2012, 14:02 Uhr

ATP World Tour Finals

Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet ab 14.45 Uhr live von der Partie Andy Murray gegen Novak Djokovic.

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