Dreieinhalb Stunden French Open für Wawrinka

Stan Wawrinka hat an den French Open bereits in der ersten Runde die Segel streichen müssen und scheitert nach fünf Sätzen und diversen guten Phasen an Guillermo Garcia-Lopez.

Noch nicht wieder hundertprozentig fit: Wawrinka kämpfte in der 1. Runde des French Open mit Problemen.

Noch nicht wieder hundertprozentig fit: Wawrinka kämpfte in der 1. Runde des French Open mit Problemen. Bild: Keystone

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Dreieinhalb Stunden dauerten die French Open für Stan Wawrinka. Der Vorjahresfinalist verlor gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez mit 2:6, 6:3, 6:4, 6:7 (5:7), 3:6.

Noch ist die Fitness nach den zwei Operationen am linken Knie ein entscheidendes Handicap für Wawrinka. Dies zeigte sich auch gegen Garcia-Lopez, die Nummer 67 der Welt.. Bereits im siebten Game musste der Lausanner auf den Physiotherapeuten zurückgreifen und machte zu diesem Zeitpunkt nicht den Eindruck, als würde er den Match zu Ende spielen können. Doch der dreifache Grand-Slam-Turniersieger wurde immer besser, bis ihm im fünften Satz die Kraft ausging und das Knie sich offensichtlich wieder meldete.

Zwei Stunden eine starke Leistung

Die Niederlage wird sich am Montag in einer Woche in der Weltrangliste brutal auswirken: Der dreifache Grand-Slam-Sieger wird nach dem Verlust der Punkte vom Vorjahr jenseits der Top 250 klassiert sein. Einen Trost kann er aus der Niederlage gegen den soliden 34-jährigen Spanier ziehen. Sollte er in den kommenden Wochen öfters so spielen wie in den Sätzen zwei bis vier, wird Wawrinka das ATP-Ranking rasch wieder hochklettern.

Mit viel Kampfgeist spielte er sich nach dem verlorenen ersten Satz wieder zurück in den Match und zeigte rund zwei Stunden lang eine starke Leistung. Er baute seine Punkte geduldig auf, wartete auf den idealen Moment, um den Gewinnschlag loszulassen, und war auch in der Defensive deutlich besser als noch in der Startphase. Zum Verhängnis wurde ihm im vierten Satz die mangelnde Effizienz: Er musste nach dem Servicedurchbruch zum 3:2 gleich das Rebreak hinnehmen und konnte danach keine der drei Breakchancen nutzten.

Im Entscheidungssatz liess die Fitness dann nicht mehr allzu viel zu bei Wawrinka. Noch vor dem eigentlichen Matchende war dem 33-jährigen Waadtländer die Resignation anzusehen. Er bleibt bis auf Weiteres rekonvaleszent. In diesem Jahr hat er nur vier seiner elf Partien gewonnen.

«Bin enttäuscht, weil wenig gefehlt hat»

«Physisch und mental bin ich fast schon wieder auf der Höhe», analysierte Wawrinka nach seinem frühen Aus in Paris. Zum Verhängnis wurde ihm im vierten Satz die aufkommende Müdigkeit und die mangelnde Effizienz: Er musste nach dem Servicedurchbruch zum 3:2 gleich das Rebreak hinnehmen und konnte danach keine der drei Breakchancen nutzten.

«Ich bin enttäuscht, weil wenig gefehlt hat», sagte Wawrinka, blickte aber auch mit Zuversicht in die Zukunft. Diese führt in den kommenden Wochen auch über die Rasenturniere. Geplant ist, dass ihn weiterhin Magnus Norman begleitet. Der Schwede, der Wawrinka zu den grössten Erfolgen gecoacht hat, hatte den Lausanner eigentlich verlassen. Seit einigen Wochen ist er aber wieder an dessen Seite.

(sda)

Erstellt: 28.05.2018, 11:09 Uhr

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