Eine Legende schwärmt von Federer

«Möglicherweise ist Federer einer der drei besten Athleten, die wir je ge­sehen haben», sagt Wayne Gretzky. Dabei kommt er auch aufs Alter zu sprechen.

Federer steht in Montreal in den Viertelfinals. Foto: David Kirouac/Icon Sportswire (EQ Images)

Federer steht in Montreal in den Viertelfinals. Foto: David Kirouac/Icon Sportswire (EQ Images)

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Er sei zwar nicht optimal vorbereitet, wolle aber aggressiv spielen und von seinem grossen Selbstvertrauen profitieren, sagte Roger Federer vor der Partie. Genau das tat er gegen David Ferrer. Trotz einer lange enttäuschenden und fehlerhaften Leistung kämpfte er sich in Montreal gegen den auf Rang 33 zurückgefallenen Spanier im 17. Duell zum 17. Sieg. Dabei verlor er erst zum zweiten Mal den Startsatz gegen den 35-Jährigen, drehte aber danach auf (4:6, 6:4, 6:2).

Der Achtelfinal hatte mit Verspätung begonnen, da sich Gaël Monfils und ­Roberto Bautista Agut einen epischen ­Ab­nützungskampf lieferten, den der Spanier nach fast drei Stunden 4:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:2) gewann. Bautista, der einen Matchball abwehren konnte, trifft heute auf Federer, gegen den er im ­Duell 0:6 zurückliegt. Auf den Sieger wartet im Halbfinal ein ungesetzter Aussenseiter, Diego Schwartzman oder Robin Haase, der Dimitrov schlug.

«Einer der drei besten»

Am Rande des ­Turniers erhielt ­Federer bemerkenswerte Komplimente vom 56-jährigen Kanadier Wayne Gretzky, für viele der beste Eishockey-Spieler der Geschichte. Der sagte in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen: «Möglicherweise ist er einer der drei besten Athleten, die wir je ge­sehen haben.» Was das Tennis betrifft, ist für «the Great One», der mit der ­Rückennummer 99 Rekord um Rekord brach, ohnehin klar: «Roger ist der beste Spieler aller Zeiten.»

Gretzky ist ein Tennisfan und immer wieder an Turnieren zu Gast. Er gewann mit den ­Edmonton Oilers viermal den Stanley Cup und hält den Rekord mit 894 Toren und 2857 Skorerpunkten in 1487 Partien der NHL-Qualifikationsphase. Er traut ­Federer auch zu, nochmals die Nummer 1 zu werden. «Absolut. Der Wettkampf motiviert grosse Sportler wie ihn, noch ­besser zu werden. Zudem respektiert er Leute wie Murray, Nadal und Djokovic, das hat ihn zu einem noch besseren Spieler gemacht. Und die besten Spieler lieben es, unter Druck zu spielen, und wollen auch die Nummer 1 sein.»

Alles hat Einfluss

Für den früheren Starstürmer ist klar, dass es kein Zufall ist, dass Federer auch in seinem hohen Alter noch so gut ­mithält. «Zwar ist jeder Sport und jede ­Person unterschiedlich», sagte er. ­«Damit man aber auch mit 36, 37 oder 38 noch so gut ist, muss man schon mit 20, 21 oder 22 realisieren, dass alles, was du tust, einen Einfluss auf dein späteres ­Leben hat. Es braucht viel Zeit, Aufwand, Planung und Leidenschaft, um eine solche Karriere zu schaffen. Und es ist ­offensichtlich, dass Federer diese ­Leidenschaft mitbringt.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 11.08.2017, 16:22 Uhr

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