«Er wird es auf eine Art genossen haben»

Der erste Auftritt von Roger Federer am Australian Open war eine Demonstration. Den Slowaken Lukas Lacko eliminierte er in 84 Minuten mit 6:1, 6:1, 6:3.

Leichter Sieg: Roger Federer stürmte in die 2. Runde des Australian Open.

Leichter Sieg: Roger Federer stürmte in die 2. Runde des Australian Open. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Als Lukas Lacko in der Rod-Laver-Arena erstmals durchatmen konnte, war die Partie gegen Roger Federer bereits im dritten Satz und im Prinzip entschieden. Der 23-jährige Slowake hatte sich bei der Platzwahl für Rückschlag entschieden und hielt den Match schliesslich gerade einmal drei Games ausgeglichen. Federer legte bei eigenem Aufschlag 2:1 vor und nahm danach Lacko sechs Mal in Folge den Service ab. Einziger kleiner Schönheitsfehler im Spiel des Schweizers war das Break, das er im zweiten Satz kassierte. 6:1, 6:1 lautete das brutale Verdikt nach 51 Minuten.

«Ich wollte sehr aggressiv starten und schauen, ob er das Tempo mitgehen kann», erklärte Federer im Interview mit dem Schweizer Fernsehen seine Taktik. «Ich habe mich von Anfang an gut gefühlt», fügte er noch an. Wer den Auftritt des Schweizers zum Auftakt des Australian Open gesehen hat, ahnt, in welch guter Form sich Federer befindet. «Die letzten sechs Monate nach dem Ausscheiden im Viertelfinal von Wimbledon gegen Berdych waren fantastisch», heisst das in den Worten der Weltnummer 2.

Und Federer fand nach der letztlich einseitigen 84-minütigen Demonstration aufmunternde Worte für den Gegner. «Er wird das auf eine Art genossen haben», meinte er. «Er wird zurückkommen.» Zumindest in diesem Match war Lacko, die Nummer 97 der Welt, gegen Federer ohne Chance. 91:51 lautete das Verhältnis der Punkte, 37:11 jenes der Gewinnschläge, 14:1 bei den Breakbällen, 8:3 Asse. «Er wurde im dritten Satz besser und ich verpasste einige Breakbälle. Er war nicht schlecht», sagte Federer.

Gemeinsam in Doha

Es war das erste Duell zwischen Lacko, der noch in Doha gegen den allerdings schwächelnden Rafael Nadal stark gespielt und dem Spanier einen Satz 6:0 abgenommen hatte, und Federer, aber nicht die erste Begegnung. «Wir hatten uns in Doha vor seinem Match gegen Nadal gemeinsam eingespielt», erinnert sich Federer. «Er hat eine sehr starke Rückhand, ist sehr eifrig und wird sich noch nach vorne spielen. Ich bin froh, ist es so gut gelaufen», meinte Federer.

Entsprechend gut war seine Laune auch beim Platzinterview nach dem Match, als er auf seine Rolle als Nummer 2 angesprochen wurde. «1 und 2 sind sehr gut, oder», fragte er zurück, «aber 1 ist etwas besser als 2. Aber ich darf noch immer in der Rod-Laver-Arena spielen. Ich beschwere mich also nicht», so Federer.

In der 2. Runde trifft Federer auf den Franzosen Gilles Simon, der letzte Woche das Turnier von Sydney gewann und sich in der ersten Runde gegen den Taiwanesen Lu Yen-Hsun in vier Sätzen durchsetzte. Gegen Simon hat Federer vor etwas mehr als zwei Jahren die ersten beiden Direktbegegnungen knapp verloren. Der 26-Jährige Wahl-Neuenburger war vor zwei Jahren die Nummer 6 der Welt, fiel danach aber wegen Knieproblemen in der Weltrangliste weit zurück und befindet sich nun als Nummer 34 wieder auf dem Vormarsch.

Erstellt: 17.01.2011, 08:19 Uhr

Artikel zum Thema

Starker Federer stürmt in die 2. Runde

Der Schweizer dominierte in der Startrunde den Slowaken Lukas Lacko. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live. Mehr...

«Nadals Krankheit hat mich nicht überrascht»

Roger Federer gibt vor dem Australian-Open-Start am Montag der Tiefstapelei seines Dauerrivalen Rafael Nadal Gegensteuer. Mehr...

Federer und Nadal spielen Doppel - Ivanovic imitiert King Roger

Die grosse Benefiz-Veranstaltung für die Opfer der Flutkatastrophe in Australien führte die beiden besten Spieler der Welt zusammen und förderte bei anderen Stars unbekannte Talente zutage. Mehr...

Blogs

Never Mind the Markets Chinas Aufstieg zur digitalen Macht

Geldblog Wann sich eine Lohnausfallversicherung lohnt

Die Welt in Bildern

Russische Torte: Indische Konditoren legen letzte Hand an eine essbare Kopie der Moskauer Basilius-Kathedrale, die sie für die 45. Kuchenausstellung geschaffen. (12. Dezember 2019)
(Bild: Jagadeesh NV) Mehr...