«Es ist nie einfach, gegen einen Freund zu spielen»

Stanislas Wawrinka weiss vor der Partie gegen seinen Freund Roger Federer, dass auch dieser in den Halbfinals von Cincinnati kein leichtes Spiel haben wird.

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Im November des letzten Jahres trafen Roger Federer und Stanislas Wawrinka zum letzten Mal aufeinander. Wie auch heute Abend in Cincinnati war es in einem Halbfinal, ebenfalls auf einem Hartplatz. Das Duell in Basel konnte Federer ohne grössere Probleme für sich entscheiden. Doch heute ist für Wawrinka klar: «Er muss mich zuerst einmal schlagen.»

Der Romand sucht die Gründe für seinen überraschenden Halbfinal-Vorstoss beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati vor allem im mentalen Bereich. «Die letzten beiden Monate waren hart für mich, ich habe einige Erstrundenmatches verloren – und trotzdem habe ich konzentriert weitergearbeitet. Dann haben mir die wertvollen Siege am Anfang dieses Turniers weiter Selbstvertrauen gespendet», so Wawrinka in einem Interview mit TennisTV. Seine Negativ-Serie nach dem French Open sei nicht einfach zu überstehen gewesen, doch die Motivation sei nie weggewesen. «Erstrundengegner wie Andy Murray bei den Olympischen Spielen oder Jürgen Melzer beim Grand Slam in Wimbledon sind nun halt mal schwierig zu schlagen.»

Dass Federer heute trotz dem 10:1 in der Head-to-Head-Bilanz einfaches Spiel haben wird, glauben beide nicht. «Wir haben für das Doppel und den Davis Cup so viel zusammen trainert, dass wir uns nun sehr gut kennen. Auch er muss gut spielen, um gegen mich zu gewinnen», so Wawrinka. Die Tatsache, gegen einen Freund zu spielen, mache die Sache nicht einfacher. Federer sieht das ähnlich: «Ich habe am Anfang der Woche noch mit Wawrinka trainiert und gesehen, dass er gut in Form ist. Ich hoffe wir können heute Abend ein gutes Spiel abliefern.»

Djokovic sieht seinen Halbfinal nicht als Revanche

Im anderen Halbfinal duellieren sich vor Federer und Wawrinka noch zwei andere bekannte Gesichter. Novak Djokovic und Juan Martin Del Potro spielen in der Neuauflage des olympischen Bronzespiels um den Finaleinzug gegen einen Schweizer. Doch als Revanche will Djokovic das Duell nicht sehen: «Ich glaube im Sport gibt es keine Revanche. Es ist halt einfach so, dass man gewinnt und verliert.» Der Argentinier habe laut Djokovic die Eigenschaften, um ganz vorne mitspielen zu können. Del Potro selber sagt, er habe aus dem Sieg im Bronzekampf viel Selbstvertrauen geschöpft und hoffe auf ein gutes Spiel. (rso)

Erstellt: 18.08.2012, 17:38 Uhr

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ATP Weltrangliste

RNameP
1.SCOAndy Murray7750
2.ESPRafael Nadal7465
3.SUIRoger Federer6545
4.SRBNovak Djokovic6325
5.SUIStan Wawrinka6140
6.CROMarin Cilic5075
7.AUTDominic Thiem4030
8.JPNKei Nishikori3740
9.CANMilos Raonic3310
10.BULGrigor Dimitrov3160
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Stand: 24.07.2017 07:39

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