Federer lässt Basler Fans warten

Noch immer ist nicht klar, ob der Baselbieter Tennisstar Roger Federer an den Swiss Indoors im Herbst teilnimmt. Bis Ende April muss eine Entscheidung fallen.

Kann Roger Brennwald seinen Star auch dieses Jahr in der St. Jakobshalle begrüssen?

Kann Roger Brennwald seinen Star auch dieses Jahr in der St. Jakobshalle begrüssen? Bild: Keystone

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Tony Godsick, der Manager von Roger Federer, möchte sich nicht dazu äussern, ob der Schweizer Tennisstar an den Swiss Indoors vom 19. bis 27. Oktober teilnehmen wird. Nicht mal über den Stand der Verhandlungen will Godsick Auskunft geben: «Ich werde nicht mit der Presse über den Federer-Basel-Deal sprechen», schreibt er in einer Mail, «ich bitte um Ihr Verständnis.» Fragt man bei Roger Brennwald, dem Turnierdirektor der Swiss Indoors, nach, klingt es ähnlich. «Ich kann noch nichts dazu sagen – ausser, dass ich weiterhin darauf hoffe, dass es zu einer friedlichen Lösung kommt.» Roger Federer selber ist nach seinem Ausscheiden in Indian Wells gar nicht erst erreichbar; er verbringt derzeit ein paar Ferientage mit der Familie, bevor er einen längeren Trainingsblock beginnt.

So gesehen gibt es keine Neuigkeiten in dieser Angelegenheit – und genau das entbehrt nicht einer gewissen Brisanz. Fünf Monate ist es bereits wieder her, als an den Swiss Indoors in Basel bekannt wurde, dass sich die beiden Parteien noch nicht gefunden hätten, was die Zukunft anbelangt. Schnell hatte jeder eine Meinung zu diesem Thema, obwohl die genauen Gründe dafür, dass es harzte, im Vagen blieben. Man hörte, dass die finanziellen Vorstellungen der Beteiligten weit auseinanderklaffen würden, aber auch, dass es hier vor allem um verletzte Eitelkeiten gehe. Je nach Sichtweise war man für oder gegen Federer, für oder gegen Brennwald, für oder gegen Godsick. Es liegt auf der Hand, dass diese Diskussionen das gegenseitige Vertrauen nicht gerade erhöhten. «Die Dinge entwickelten sich in Basel einfach schlecht», sagte Roger Federer Mitte Dezember während seiner Südamerika-Reise im «Tages-Anzeiger» dazu, «aber das wird alles zurechtgebogen in den nächsten Wochen.»

Zuversichtlicher Federer

Einen Monat zuvor hatten sich Brennwald und Godsick bei den ATP World Tour Finals in London zu einer ersten Aussprache getroffen, um allfällige Missverständnisse auszuräumen. Eigentliche Verhandlungen fanden nicht statt. Die beiden Parteien vereinbarten, in den nächsten Monaten nochmals in aller Ruhe zu­sammenzusitzen. «Dann wird es früher oder später zu einem Agreement kommen», zeigte sich Federer abermals zuversichtlich.

Nach dem Australian Open kam es zum zweiten Treffen zwischen Brennwald und Godsick. Wie sehr sich die beiden Seiten annähern konnten, ist nicht bekannt. Aber offenbar ist noch nichts spruchreif, als dass man es kommunizieren könnte. Zugleich ist klar, dass man nicht unbeschränkt Zeit hat, um eine Entscheidung zu finden. Roger Brennwald wird Ende April oder Anfang Mai seine obligate Frühjahrspressekonferenz abhalten: Spätestens dann will und muss er die Aushängeschilder nennen, die er für sein Turnier verpflichten konnte. Zählt Federer dazu, dürfen sich die Basler Tennisfans auf ein Wiedersehen im Oktober freuen. Nimmt er nicht an den Swiss Indoors teil, werden die Diskussionen ums liebe Geld und das Verhältnis zwischen Federer, Godsick und Brennwald mit Sicherheit wieder so heftig aufflackern wie im vergangenen Herbst. (Basler Zeitung)

Erstellt: 21.03.2013, 09:48 Uhr

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