Federers Masterplan für den Titel

Welche Lehren der Schweizer aus dem US Open gezogen hat – und was er über seine Ausgangslage in Melbourne denkt.

«Das hilft sicherlich meinem Spiel»: Roger Federer fühlt sich am Australian Open pudelowhl.

«Das hilft sicherlich meinem Spiel»: Roger Federer fühlt sich am Australian Open pudelowhl. Bild: Keystone

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Roger Federers Bilanz nach der ersten Australian-Open-Woche fällt ausschliesslich positiv aus. «Ich bin sehr zufrieden», sagte der 36-jährige Baselbieter nach seinem 6:2, 7:5, 6:4-Erfolg in der 3. Runde gegen den Franzosen Richard Gasquet (ATP 31). «Drei Matches in drei Sätzen gewonnen zu haben, ist wunderbar und der Idealfall.»

Körperlich und mental fühlt sich Federer fit. «Ich bin konzentriert ans Werk gegangen, habe gegen gute Spieler gewonnen, nicht unnötig Energie verpufft und spüre, dass ich noch etwas Luft nach oben habe.» Für seine drei Siege stand Federer nur gut fünfeinhalb Stunden auf dem Platz. «Wenn man wie am US Open zwei Fünfsätzer am Anfang des Turniers hat, weiss man, dass man später vielleicht den Preis dafür zahlen wird.»

Die Bedingungen im Melbourne Park liegen Federer, sind sie doch fast gleich wie im letzten Jahr, als er das Turnier zum fünften Mal und erstmals wieder seit 2010 gewonnen hat. «Der Slice bleibt tief, der Aufschlag geht ab», erklärt er Federer. Es sei nicht einfach, sich aus der Defensive rauszukämpfen. «Das hilft sicherlich meinem Spiel, wie man im letzten Jahr gesehen hat.»

In Federers Tableauhälfte mussten Alexander Zverev, David Goffin, Stan Wawrinka, Juan Martin Del Potro und Milos Raonic schon in der ersten Woche die Segel streichen. Novak Djokovic wusste bei seinem Comeback bislang noch nicht restlos zu überzeugen, hatte in der 3. Runde gegen Albert Ramos-Viñolas mit leichten körperlichen Problemen zu kämpfen.

«Die Ausgangslage ist gut. Aber unterschätzen darf ich niemanden, nur weil das Tableau aufgegangen ist», sagt Federer. Als Folge der Überraschungen trifft er am Montag in den Achtelfinals auf Marton Fucsovics, die Nummer 80 der Welt. Der Ungar hatte in Oktober an den Swiss Indoors in Basel die Viertelfinals erreicht.

Federer machte keinen Hehl daraus, dass die Partie gegen Fucsovics nur eine weitere Station auf dem Weg Richtung dem finalen Wochenende sein soll. Noch sei nicht viel passiert, denn ob er in der 1. Runde oder in den Viertelfinals ausscheide, mache für ihn keinen grossen Unterschied, so der Titelverteidiger. «Ich bin hierher gekommen, um das Turnier zu gewinnen.»

Dementsprechend ruhig gestaltet Federer auch die spielfreien Tage. Wenn er nicht auf der Turnieranlage ist, hält er sich meistens im Hotelzimmer auf. Zwar sei im Hause Federer mit den vier Kindern, die kommen und gehen, zwar immer etwas los, er selbst aber verzichtet auf Ausflüge oder Sightseeing-Touren. Manchmal sei ihm schon fast langweilig. Federer versucht, lange zu schlafen und auch am Tag die Beine so oft wie möglich hochzulagern. «Ich muss total erholt und der Energietank gefüllt sein», sagt er. «Denn ich spüre, dass etwas möglich ist.» (sda)

Erstellt: 21.01.2018, 11:20 Uhr

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