Stan Wawrinka

Frühes Lichterlöschen in der St.-Jakobs-Halle

Melbourne-Sieger Stan Wawrinka musste wie Marco Chiudinelli schon seine siebte Startniederlage in Basel hinnehmen.

Ein enttäuschter Stan Wawrinka nach dem frühen Aus. Foto: Keystone

Ein enttäuschter Stan Wawrinka nach dem frühen Aus. Foto: Keystone

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Es sollte ein langer Dienstag werden an den Swiss Indoors. Er begann damit, dass Marco Chiudinelli trotz fünf abgewehrten Matchbällen nach fast drei Stunden zum siebten Mal in Basel sogleich ausschied, mit einem 4:6, 7:6 (9:7), 4:6 gegen den Kroaten Ivan Dodig. Er sollte eine weitere Verzögerung erfahren, als ein Sturm der Elektrizität in der Halle zu- und einen Teil des Stadionlichts ausser Betrieb setzte und für eine ungewohnte halbstündige Zwangspause sorgte. Zu dieser Zeit hatte die Schlagerpartie des Tages zwischen Stan ­Wawrinka und Michail Kukuschkin eben erst begonnen, und sie ging schliesslich bei gedämpftem Licht weiter.

Wie zuvor sein Davis-Cup-Kollege verlor auch Wawrinka den Startsatz, ­rettete auch er sich mit einem starken Tie­break in die Verlängerung, wo auch er frühe Vorteile besass. Aber auch der Waadtländer zeigte, was der Basler Wildcard-Empfänger zuvor als «Achterbahn» bezeichnet hatte. Und am Ende stand auch bei ihm die siebte Startniederlage in Basel (4:6, 7:6, 3:6), die dritte in Serie nach dem raschen Aus in Tokio (Ito) und Shanghai (Simon).

Der Lausanner begann ziemlich desolat und konnte auch in der Folge nur selten die ­nötige Aggressivität ausspielen, um gegen den konstanten Kasachen die Kontrolle zu übernehmen und ihn als Rückschläger zu bedrängen. Nach dem souveränen 7:1 im Tie­break hatte er im Startgame des Entscheidungssatzes sogleich drei Breakchancen, die er wenig zwingend vergab.

Die Zeit wird knapp

Stattdessen fiel Wawrinka selber 0:3 zurück, er glich zwar nochmals aus, doch sogleich ging die Fahrt wieder ­abwärts: Mit einem Doppelfehler schenkte er ­Kukuschkin das entscheidende Break im achten Game, und nach 2:13 Stunden bedeutete der 29. Fehler des Romand das Aus, das auch seine Frau, Coach ­Magnus Norman, Fitnesstrainer Pierre Paganini und insbesondere Davis-Cup-Coach ­Severin Lüthi konsterniert zur Kenntnis nahmen.

Wawrinkas Lage scheint ernst, bleibt ihm doch nur noch das Masters-Turnier von Paris-Bercy, um vor dem ATP-Finale und dem Davis-Cup-Final aus der Baisse zu finden. Zwar besteht Hoffnung, dass seine matte Leistung auch auf die besonderen Basler Umstände zurückzuführen ist, auf den Erwartungsdruck, der vor ­eigenem Publikum grösser ist als üblich. Bei Wawrinka war die Bandbreite seiner Leistungen schon immer etwas grösser als bei den meisten Berufskollegen, und ­Basel hat sich für ihn inzwischen zu ­einem Turnier entwickelt, das ihn mehr blockiert als stimuliert – speziell in diesen tückischen Startrunden.

Erstellt: 21.10.2014, 23:13 Uhr

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