«Ich fühlte mich noch nie so fit und hungrig wie heute»

Die Amerikanerin Serena Williams ist momentan der unbestrittene Star am Tennishimmel der Frauen. Warum sie trotz ihrer beneidenswerten Form frühestens 2013 die Spitze der Weltrangliste übernehmen kann.

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Wenn sich Victoria Azarenka im Vergleich zum letzten Jahr nur minim steigert, wird Serena Williams dieses Jahr nicht mehr die Chance haben, die 1. Position in der Weltrangliste zurückzuerobern.

Ein Blick auf die WTA-Rangliste zeigt, dass Williams mit 2365 Punkten Rückstand auf Viktoria Azarenka auf dem 4. Platz der Weltrangliste liegt. Weil die Amerikanerin im letzten Jahr nach dem US Open verletzungsbedingt kein einziges Turnier mehr bestritt, hat sie bis 2013 keine Punkte mehr zu verteidigen. Währenddessen hat Azarenka in dieser Periode im letzten Jahr vier Turniere gespielt und rund 1705 Punkte gewonnen. Damit Williams die Weissrussin vom Thron stossen könnte, müsste Azarenka in den verbleibenden Turnieren früh ausscheiden, was nach ihrer starken Leistung beim US Open unwahrscheinlich scheint.

Nach dem starken Sommer ist die doppelte Olympiasiegerin Williams eine heisse Titelkandidatin bei den beiden noch ausstehenden Turnieren auf ihrem Plan. Nach dem US Open erklärte sie nämlich: «Obwohl ich schon 30 bin, fühle ich mich immer noch so jung. Ich habe mich noch nie fitter und hungriger gefühlt als jetzt.» Die Siege in Peking und bei den WTA Championships in Istanbul würden ihr im besten Fall 2500 Punkte einspielen, die sich dann direkt auf ihr Punktekonto niederschlagen würden. Auf Azarenkas Spielplan liegt in der restlichen Saison zusätzlich zu den beiden Turnieren, die Williams auch spielt, noch das momentan stattfindende in Tokio. Dieses hat Williams als einzige Top-10-Spielerin nicht in ihrem Saisonplan. Dort lässt sie also bereits Punkte sausen.

Verteidigt Azarenka ihre Punkte vom letzten Jahr, hätte sie im Fall von zwei Turniersiegen von Williams einen kleinen Rückstand auf die Amerikanerin. Jedoch ist nicht zu erwarten, dass sie wie im letzten Jahr in Peking bereits in den Achtelfinals ausscheidet. Wenn sie sich dort steigert, liegt sie wieder vor der jüngeren der beiden Williams-Schwestern, auch wenn Serena in diesem Jahr keine Partie mehr verlieren würde.

«Die beste Tennisspielerin der Geschichte»

Unlängst schwärmte die US-Trainerlegende Nick Bollettieri von Serena Williams: «Wenn sie ihr Spiel spielen kann, ist sie die beste Tennisspielerin der Geschichte.» Die Siegesserie der Amerikanerin in diesem Jahr bestätigt diesen Schluss einmal mehr, hat sie doch zuerst Wimbledon, dann die Olympischen Spiele und schliesslich noch das US Open gewonnen. Trotzdem ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auf eine Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste bis zum Australian Open 2013 warten muss.

Erstellt: 26.09.2012, 15:43 Uhr

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