Klein, aber fein

Die Schweizer Delegation in Wimbledon ist im Vergleich zu anderen klein, dafür schlagkräftig. Was ist der Grund für die Schweizer Welle?

Die Schweiz glänzt am Wimbledon 2015 mit einer kleinen, aber schlagkräftigen Delegation. Bild: Keystone

Die Schweiz glänzt am Wimbledon 2015 mit einer kleinen, aber schlagkräftigen Delegation. Bild: Keystone

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Die Schweizer Delegation in Wimbledon ist im Vergleich zu jenen der grossen Tennisnationen klein. Die USA starteten mit 23 Spielerinnen oder Spielern, Deutschland mit 18, Australien, Frankreich und Spanien mit 16. Die Schweiz mit 5. Die Delegation ist klein, aber fein. Roger Federer und Stan Wawrinka sind reelle Anwärter auf den Titel, Timea Bacsinszky und Belinda Bencic haben im All England Club schon neue Höhen erklommen. Da stellt sich die Frage: Was ist der Grund für die Schweizer Welle?

Die vier Charaktere und ihre Wege sind zu unterschiedlich, als dass man sie auf einen Nenner bringen könnte. Sicher haben die Erfolge von Martina Hingis und Federer, den ersten Schweizer Major-Champions, inspirierend und befruchtend gewirkt. Sie zeigten den anderen, was möglich sein kann. Tun muss man es dann aber immer noch selbst. Erwähnen darf man auch die Rolle von Swiss Tennis – der Verband unterstützt Spieler pragmatisch mit Trainern, Know-how, Geld, ohne sie in ein System zu zwingen. Klein zu sein, ist eben manchmal auch ein Vorteil, weil man flexibler ist.

Flexibilität ist ohnehin ein Schlüsselwort. Bacsinszky, Wawrinka und Federer, die 26, 30 und 33 sind, sind auch deshalb so erfolgreich, weil sie nie aufgehört haben, sich zu hinterfragen. Sie zeigen, dass man nie ein «fertiger» Spieler, die Entwicklung nie abgeschlossen ist. Bacsinszky hat ihre Identität als Spielerin erst in ihrer zweiten Karriere richtig gefunden. Wawrinka wandelte sich vom verlässlichen Arbeiter zum Mann für die grossen Momente. Federer spielt derzeit besser als 2013 und 14. Und Bencic, die 18-Jährige, ist gerade daran herauszufinden, was für sie alles möglich ist. Es sind aufregende Tage fürs Schweizer Tennis.

Erstellt: 06.07.2015, 08:43 Uhr

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