Kurnikowa: «Hingis könnte noch immer im Hauptfeld mithalten»

Martina Hingis und Anna Kurnikowa waren am Dienstag die grossen Stars in Wimbledon. Auf der Pressekonferenz nach ihrem Auftritt im Legenden-Doppel sprachen die beiden über Comeback-Pläne und die Langeweile auf der Tour.

Kurzes Vergnügen: Hingis (l.) und Kurnikowa spielen in Wimlbeldon im Legenden-Doppel, wollen aber nichts von einer Rückkehr auf die Profitour wissen.

Kurzes Vergnügen: Hingis (l.) und Kurnikowa spielen in Wimlbeldon im Legenden-Doppel, wollen aber nichts von einer Rückkehr auf die Profitour wissen. Bild: Keystone

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Während das Männer-Tennis dank der Rivalität zwischen Roger Federer und Rafael Nadal in voller Blüte steht, vermissen die Fans auf der Frauen-Tour den Glanz früherer Jahre. Jenen Glanz, der nicht zuletzt von der spielerisch überragenden Schweizerin Martina Hingis und Russlands Tennisprinzessin Anna Kurnikowa ausging. Kein Wunder, versuchten die Journalisten auf der bestens besuchten Pressekonferenz alles, um die beiden zu einem Comeback zu ermuntern.

Kurnikowa wollte von einer Rückkehr auf die Tour nichts wissen und verwies auf ihren lädierten Körper. Hingis traut sie ein zweites Comeback aber durchaus zu - zumindest im Doppel. «Du könntest noch immer im Hauptfeld mithalten», sagte sie zur früheren Nummer 1 der Weltrangliste. Hingis nahm das Kompliment dankend an, liess sich aber auch nicht zu einem Comeback-Versprechen drängen. Sie sei schlicht nicht mehr bereit, die Entbehrungen auf sich zu nehmen, die das Leben auf der Profitour mit sich bringt. «Man ist 35 bis 40 Wochen im Jahr unterwegs. Und obwohl mir Tennis unheimlich viel gegeben hat, reicht es nun.»

«Heute spielen alle etwa gleich»

In einem Punkt waren sich Hingis und Kurnikowa aber einig: Das Frauen-Tennis ist längst nicht mehr so glamourös wie Ende der 90er-Jahre. «Früher gab es mehr Namen, die echte Hausnummern waren. Hingis, Williams, Mauresmo, Clijsters, Henin, Pierce, Sanchez, Graf, Capriati», sagte Kurnikowa. «Heute sind die Spielerinnen ausserhalb der Top 5 höchstens noch Insidern ein Begriff. Dass diese Mädchen aussergewöhnlich gut spielen, ändert daran nichts.» Hingis beklagt die Monothonie auf den Courts: «Wir hatten früher alle einen eigenen Stil, das hat unseren Sport einzigartig gemacht. Heute spielen alle etwa gleich und schlagen vor allem unheimlich hart auf den Ball.»

Erstellt: 30.06.2010, 09:59 Uhr

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