Murrays grosser Respekt vor Wawrinka

Stanislas Wawrinka überzeugt beim US Open in New York. Er fühlt sich in der Form seines Lebens und freut sich riesig auf das Viertelfinalduell gegen Andy Murray.

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Nach seinem Viersatzsieg gegen den Tschechen Tomas Berdych im Achtelfinal von Flushing Meadows zeigte sich Stanislas Wawrinka äusserst zufrieden und gut gelaunt. «Heute trat ich mit viel Selbstvertrauen auf und spielte wirklich gut», gab der Lausanner zu Protokoll. «Ich glaube, es war mein bisher bestes Spiel gegen Tomas. Es ist ja nie einfach gegen ihn, aber ich machte einen guten Job. Ich fühlte mich auch besser als er.»

Wawrinka sorgt also dafür, dass die Tennisnation Schweiz nach dem überraschenden Ausscheiden von Roger Federer doch noch im Viertelfinal vertreten ist. Erstmals ist der Fan des HC Lausanne an einem Grand-Slam-Event weiter gekommen als sein Landsmann Federer, dessen sportliches Herz vor allem für den FC Basel schlägt. Wawrinka scheint sich heuer im Big Apple ausgesprochen wohlzufühlen. Deshalb kam er nach dem gelungenen Auftritt gegen Berdych zum Schluss: «Ich spiele so gut wie noch nie, wenn man von meinem normalen Niveau ausgeht.»

Trainingspartner mit dem Konkurrenten

Wawrinka bekommt es nun am Donnerstag – wohl in der Nightsession im Arthur Ashe Stadium vor über 22'000 Fans – mit Andy Murray zu tun. Der Romand freute sich richtiggehend auf das Duell mit dem Schotten. «Wir trainieren oft zusammen. Wir hatten ja schon einige Tennisschlachten gegeneinander», schmunzelte Wawrinka. Es sind harte Matchs, aber ich spiele gerne gegen ihn.» Er möge das Spiel von Murray. «Wenn ich gut starte und mit ihm mithalten kann, dann habe ich eine gute Chance, etwas zu erreichen.»

Der Westschweizer hat guten Grund, optimistisch ins Duell zu steigen. Er liegt im Head to Head gegen Murray nur mit 5:8 zurück, bezwang den Briten in New York in der 3. Runde des Jahres 2010. Murray jedenfalls hat Respekt vor dem Schweizer, der immer mehr aus dem Schatten von Federer tritt. Der Schotte ist des Lobes voll über seinen nächsten Gegner. «Stan hat in diesem Jahr enorme Fortschritte erzielt. Er hat weniger Schwächen als früher. Er hat mehr Erfahrung. Er hat eine sehr gute Rückhand. Er serviert gut. Er ist solid am Netz. Er schlägt die Bälle zurück. Er macht es dir sehr schwer. Er ist ein Topspieler.» Und Murray beendet seine Lobeshymne mit einem Fazit: «Es wird ein sehr schwieriges Spiel für mich werden.»

Hier geht es zu den Resultaten von New York. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.09.2013, 09:01 Uhr

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