Nadal verhindert den Schweizer Final

Roger Federer verliert in den Halbfinals des Australian Open gegen Rafael Nadal und ist erstmal seit 13 Jahren nicht mehr die Nummer 1 der Schweiz. Diese steht nämlich im Final.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Rafael Nadal entschied das 33. Duell der zwei wohl besten Spieler der Open Era nach 2:24 Stunden klar für sich. «Es war klar der beste Match von mir in diesem Turnier», gab der Spanier im Platzinterview zu Protokoll. Der Weltranglistenerste spielt nun am Sonntag gegen Stanislas Wawrinka um seinen 14. Sieg an einem Grand-Slam-Turnier, womit er mit Pete Sampras gleichziehen könnte.

Roger Federer gelang es in seinem elften Halbfinal in Folge in der Rod-Laver-Arena nicht, mit seiner offensiven Spielweise den Spanier in Bedrängnis zu bringen. Einerseits erwies sich Nadal in der Defensive als zu stark, andererseits unterliefen Federer auch zu viele Fehler. Dies lag allerdings auch daran, dass die Weltnummer 6 viel riskieren musste, weil sie kaum einen längeren Ballwechsel von der Grundlinie für sich entschieden konnte.

Gelang es Federer im ersten Satz noch, alle drei Breakchancen von Nadal abzuwehren, schaffte es dieser Mitte des zweiten und zu Beginn des dritten Durchgangs, den Aufschlag des Schweizers zu durchbrechen. Erst mit dem Rücken zur Wand und nach exakt zwei Stunden Spielzeit erkämpfte sich Federer seine ersten und einzigen beiden Breakchancen. Und dies, obwohl Nadal aufgrund seiner Blase an der Handfläche weniger hart als gewohnt aufschlagen konnte. Dem Schweizer gelang zwar das Rebreak, doch zwei Games später lag Nadal wieder in Front. Nach einem Vorhandfehler von Federer beendete Nadal mit seinem zweiten Matchball und einem weiteren Break das Spiel 6:7, 3:6, 3:6.

Auch wenn das Turnier für Federer mit einer Ernüchterung endete, setzte er auch in Australien den Aufwärtstrend der letzten Monate fort. Gegen Jo-Wilfried Tsonga und Andy Murray zeigte er gute Leistungen. Gegen Nadal, den derzeit besten Spieler der Welt, fand er aber weder spielerisch noch mental ein Mittel, um mithalten zu können. Dennoch zollt ihm der Spanier Tribut: «Er ist und bleibt ein grosser Champion. Es ist eine Ehre für mich, in derselben Ära zu spielen wie er.»

Erstmals hinter Wawrinka

Aufgrund der Niederlage wird Federer am nächsten Montag in der Weltrangliste erstmals seit 13 Jahren nicht als bester Schweizer geführt werden. Dank dem Einzug in den Final in Melbourne überholt Wawrinka den 17-fachen Grand-Slam-Sieger und stösst mindestens auf Platz 5 vor. Im Falle eines Turniersiegs würde der Romand sogar auf Platz 3 klettern. Federer fällt auch hinter Tomas Berdych auf Rang 8 zurück. Wie Nadal im Final aufspielen will, erklärte er gleich nach der Partie: «Gegen einen hart schlagenden Spieler wie Wawrinka muss ich versuchen, stets agressiv zu bleiben. Die Taktik wird ähnlich sein zu jener, die ich heute angewendet habe.»

Hier geht es zu den kompletten Australian-Open-Tableaus (rso/si)

Erstellt: 24.01.2014, 09:40 Uhr

Artikel zum Thema

Game, Set, Match – und an wen geht die Sympathie?

Käme es im Final des Australian Open zum Duell Wawrinka - Federer – wem würden Sie den Sieg wünschen? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil. Mehr...

«Ein Schweizer Final wäre unglaublich»

Nach dem Finaleinzug am Australian Open drückt Stanislas Wawrinka seinem Freund Roger Federer die Daumen. Mehr...

Wie einst die Schweden

Roger Federer und Stanislas Wawrinka steigern den Grosserfolg, mit dem sie die letzte Saison in London beendet haben. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blogs

Never Mind the Markets Die Inflation wird überschätzt

Mamablog Freiwillige Kinder vor!

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

In allen Farben: Die Saint Mary's Kathedrale in Sydney erstrahlt in ihrem Weihnachtskleid. (9. Dezember 2019)
(Bild: Steven Saphore) Mehr...