Nadals Zweifel spielen immer mit

Eine Woche vor dem Australian Open scheint Rafael Nadal bereit für seinen 14. Grand-Slam-Triumph. Trotzdem zweifelt der Tennisstar an sich.

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Rafael Nadal reist als Weltnummer 1 und frisch gebackener Turniersieger von Doha ans Australian Open, das am kommenden Montag in Melbourne beginnt. Dennoch sagt der Spanier in einem Interview mit der Zeitung «El País»: «Es sind immer Zweifel da. Selbstbewusstsein ist ein Synonym für Arroganz. Man darf sich der Dinge im Leben nicht zu sicher sein. Die Zweifel kommen von meinem Tennis, meinem Knie – von vielen Dingen.» Nach Wimbledon 2012 war Nadal wegen Kniebeschwerden rund sieben Monate ausgefallen, Pessimisten hatten ihm schon das Ende seiner Karriere prognostiziert.

Rückblickend, sagt der dominierende Spieler des zweiten Halbjahrs 2013, hätten ihn die Monate der Ungewissheit weitergebracht: «Wenn man immer dranbleibt und hofft, das Licht am Ende des Tunnels zu finden, kommt es oft auch. Wenn man wieder anfängt zu gewinnen, verwandeln sich all die Momente des Leidens in Kraft und Stärke.»

«Mehr konnte ich nicht geben»

Die Rückkehr ans Australian Open ist für Nadal eine besondere Sache. In der Rod Laver Arena verlor er 2012 den Final gegen Novak Djokovic nach 5:53 Stunden 7:5, 4:6, 2:6, 7:6, 5:7. «Es war ein Match zum Weinen und meine siebte Niederlage am Stück gegen Djokovic», erinnert sich der grosse Kämpfer aus Mallorca. «Ich habe verloren, obwohl ich meine Seele auf dem Platz liess. Mehr konnte ich nicht geben.»

Gemäss der Setzliste ist ein Endspiel zwischen Djokovic und Nadal auch in diesem Jahr die wahrscheinlichste Option. Der Serbe wird bei den Buchmachern mit einer Quote von 2:1 am höchsten gehandelt, es folgen sein spanischer Erzrivale (3:1), Andy Murray (8:1) und Roger Federer (10:1). Stanislas Wawrinka (30:1) ist in dieser Hitliste die Nummer 6, direkt hinter Juan Martin Del Potro (12:1).

Wie seine Konkurrenten Federer, Djokovic und Murray einen ehemaligen Topspieler als Coach zu engagieren, ist für Nadal kein Thema. Er hält die Zusammenarbeit mit seinem Onkel Toni für ideal und betont: «Ich bin jemand, der zu 95 oder 99 Prozent glaubt, dass es an mir und nicht an jemand anderem liegt, wenn etwas nicht läuft. Mein Team ist das richtige.» (ak)

Erstellt: 06.01.2014, 11:09 Uhr

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