Pech im Spiel, Glück in der Liebe für die Nummer eins

Caroline Wozniacki ist kurz vor dem US Open auf dem Tenniscourt völlig von der Rolle. Dafür läuft es der Weltranglistenersten privat rund.

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Die Meldung sorgt in der Tennis-Branche für Aufregung. Die Nummer 1 im WTA-Ranking hat gemäss der dänischen Tageszeitung «Ekstra Bladet» ihren eigenen Vater als Coach abgesetzt. Diese Entscheidung sei schon nach ihrem Achtelfinal-Aus in Wimbledon gefallen, erklärte Piotr Wozniacki. «Ich bin nicht mehr ihr Trainer. Wer der neue sein wird? Ich habe versprochen, nichts zu sagen», führte er gegenüber dem Blatt aus. Der frühere polnische Fussballprofi fügte bei: «Ich bin Carolines Vater und werde sie immer unterstützen.» Gleichwohl räumte der Papa eine gewisse Verbitterung ein.

Ob der Leitspruch «Neue Besen kehren gut» auf die momentan berühmteste Sportlerin Dänemarks zutrifft, wird sich zeigen. Derzeit befindet sich die 21-Jährige auf einer Talfahrt, die jüngst mit zwei Pleiten bei den Auftaktmatchs in Toronto und Cincinnati untermauert wurde. Seit ihrem Triumph beim Heimturnier in Kopenhagen im Juni hat Wozniacki kein Turnier mehr gewonnen. Die Aussichten, dass sie das US Open gewinnt und damit ihren ersten Grand-Slam-Titel holt, werden als gering eingeschätzt. «Jetzt versucht sie etwas anderes. Das Ziel für sie muss sein, eine aggressivere Spielerin zu werden», sagte der abgesägte Trainer und Vater.

Der neue Mann in der Loge

Während die Weltranglistenerste bei ihrer Arbeit verzweifelt die Form ihrer besten Tage sucht, läuft es in einem (wichtigen) privaten Bereich bedeutend besser. Seit einigen Wochen wird sie immer wieder an der Seite des nordirischen Golf-Stars Rory McIlroy gesichtet. Dass die Beziehung mehr als nur ein Gerücht ist, beweist schon die Tatsache, dass McIlroy in der Loge der dänischen Familie die bittere Zweisatz-Niederlage seiner bevorzugten Dame gegen Christina McHale in Cincinnati verfolgte. Dabei hatte der 22-jährige Newcomer nach seiner Finalrunde bei der PGA-Meisterschaft vor Atlanta erklärt, er fahre in den Bundesstaat Ohio, weil das Wetter um diese Jahreszeit so schön sei. Nun, für einen Briten allemal ein Grund, einen Trip zu unternehmen, Doch das Wetter allein war kaum der Ursprung für den Besuch des Tennis-Events.

Vielmehr ist es so, dass die beiden Sport-Asse kein Geheimnis um ihre Verbindung machen. Die Tennisspielerin schickte per Twitter ein Foto rund um den Erdball, auf dem das Paar gemeinsam Autogramme in Cincinnati schreibt. Der lakonische Kommentar von Wozniacki: «Ich schätze, ich bin nicht die einzige beliebte Person bei einem Tennis-Turnier.» Die Romanze, so hält die «Rheinische Post» fest, dauert nun schon sechs Wochen und hat offenbar in Wimbledon begonnen. Rendezvous in London und in Hamburg folgten, wobei das frisch verliebte Paar am 2. Juli beim Boxkampf zwischen Wladimir Klitschko und David Haye in der Hansestadt gesichtet wurde.

Ein Fressen für den Boulevard

Für die Regenbogenpresse ist diese neue Liaison natürlich eine journalistische Offenbarung. Es wird bereits vom neuen sportlichen Traumpaar geschrieben. Diese erfreulichen Momente mit ihrem neuen Boyfriend erhellen das Gemüt von Wozniacki. Zu den Niederlagen auf dem Tenniscourt sagt sie salopp: «Das kommt vor. Es gibt gute und schlechte Zeiten. Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich werde auch wieder gewinnen. Das Leben geht weiter.»

Womit die junge Dänin natürlich nicht ganz unrecht hat. Dennoch wäre es ihr lieber, wenn sie bei ihrem Job wieder mehr Fortune hätte. Welche ehrgeizige Tennisspielerin hat es schon gerne, wenn der Lover in der Box anwesend ist und zuschauen muss, wie seine Liebste die Bälle ins Netz oder ins Aus schlägt? Das gilt natürlich auch umgekehrt: McIlroy wäre es nicht wohl, wenn er im Beisein seiner Caroline die Löcher auf dem Golfplatz nicht mehr treffen würde. Beruflicher Erfolg versüsst bekanntlich die Liebe.

Erstellt: 19.08.2011, 15:45 Uhr

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