Stimmen zum Triumph

Wie ist der Erfolg von Stan Wawrinka in Paris einzuschätzen? Dazu sein Vater, Davis-Cup-Captain Severin Lüthi und Mats Wilander.

Es ist vollbracht: Wawrinkas stiller Jubel. (Foto: Reuters)

Es ist vollbracht: Wawrinkas stiller Jubel. (Foto: Reuters)

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«Ich bin sehr stolz auf ihn»

Vater Wolfram Wawrinka

«Stan hat schon die ganze Woche sehr gut gespielt. Auch gegen Federer zeigte er ein ausserordentliches Spiel, von Anfang bis zum Schluss. Diesmal hatte er etwas mehr Mühe, in den Match reinzukommen. Aber als er drin war, hatte er es im Griff. Und schauen Sie sich die Statistik an: Er hat doppelt so viele Winner geschlagen wie Djokovic! Gegen den Mann, der alle Bälle zurückbringt. Das Metronom. Auch im letzten Game blieb Stan ruhig. Wie mental stark er geworden ist, ist schon eindrücklich. Ich finde, er spielte hier noch besser als in Melbourne. Und Roland Garros ist sein Lieblingsturnier. Sein Traum war, hier einmal mitzuspielen. Und jetzt hat er gewonnen! Unglaublich. Ich bin sehr stolz auf ihn. Ich bin gespannt, wie er in der Schweiz empfangen wird.»


«Das ist nicht normal»

Davis-Cup-Captain Severin Lüthi

Ich hoffe, die Leute in der Schweiz sind sich bewusst, dass es nicht normal ist, was wir derzeit erleben. Es ist absolut aussergewöhnlich, dass ein kleines Land in diesem Weltsport so viele Erfolge feiert. Und ich finde es wichtig, dass man in diesem Moment nicht nur an die paar Leute denkt, die in seiner Box sind. Sondern auch an jene, die bei Stan die Basis gelegt haben, seine ersten Trainer. Und Dimitri Zavialoff, mit dem er 15 Jahre trainiert hat. Ich finde, Djokovic kann sich nichts vorwerfen. Er hat getan, was er tun konnte, einen soliden Match ­gezeigt. Um ihn mache ich mir keine ­Sorgen. Er wird sicher bereit sein für Wimbledon. Denn er ist ein grosser Kämpfer.»


«Mein absoluter Lieblingsspieler»

Mats Wilander

«Dieser zweite Major-Titel verändert alles! Wawrinka gewann das Australian Open, aber jener Sieg wurde getrübt durch die Verletzung Nadals. Viele fragten sich: Hätte er trotzdem gewonnen? Jetzt wissen wir: Ja, Stan kann es durchziehen. Er hat nun alle Zweifel weggewischt. Ich wusste, dass er Djokovic schlagen kann. Denn in den Spielen, die ich zwischen den beiden gesehen hatte, war immer er es, der das Spiel diktierte. Und auf Sand hat er mehr Zeit, seine Schläge anzubringen. Wenn er sein bestes Tennis spielt, kann ihn niemand schlagen. So ist das. Die anderen sollen sich besser daran gewöhnen. Aber ich finde es unglaublich, dass jemand über so lange Zeit so hart und präzise spielen kann. Wawrinka ist seit vier, fünf Jahren mein absoluter Lieblingsspieler. Seit ich ihn am Australian Open gegen Andy Roddick spielen sah (2011), wie er da aus allen Lagen Winner schlug.

Erstellt: 08.06.2015, 09:14 Uhr

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