Wawrinka: Mit reiner Weste in die Viertelfinals

Der Lausanner gab auch gegen David Goffin keinen Satz ab und trifft am Mittwoch auf Richard Gasquet.

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Stan Wawrinka wurde im vierten Auftritt in Wimbledon hart geprüft und erstmals in diesem Turnier gebreakt – aber er bestand den Test, weil er in den entscheidenden Phasen die Nerven und kühlen Kopf bewahrte. Mit 7:6 (7:3), 7:6 (9:7), 6:4 eliminierte er den stark aufspielenden Belgier David Goffin (ATP 15), womit er zum zweiten Mal im All England Club die Viertelfinals erreicht.

«Ich bin wirklich glücklich, denn das ist ein grossartiges Resultat für mich», sagte Wawrinka, der nach vier Spielen noch immer keinen Satz verloren hat. Aber er gab zu: «Ich fühlte mich heute nicht so gut, aber ich blieb positiv, kämpfte um jeden Punkt und versuchte, es ihm schwer zu machen.» Er habe zwar sehr viel Vertrauen, aber seit Beginn des Turniers neben Hochs immer auch noch Tiefs in seinem Spiel. «Nun werde ich mich erholen und versuchen, bereit zu sein für den Viertelfinal. Wenn ich mehr Partien gewinnen will, habe ich noch viel Arbeit vor mir.»

Gegen Gasquet, der Kyrgios eliminierte

Seine Chancen, die Halbfinals zu erreichen (was ihm an den anderen Grand-Slam-Turnieren bereits gelungen ist), dürften viel besser stehen als vor zwölf Monaten. Damals musste er wegen Pech mit dem Spielplan an drei Tagen in Folge antreten und traf auf einen ausgeruhten Roger Federer, den er dennoch eineinhalb Sätze lang dominierte. Nun steht ihm am Mittwoch nach einem Ruhetag der Franzose Richard Gasquet (ATP 20) gegenüber, der etwas überraschend Australiens Jungstar Nick Kyrgios eliminierte. Gegen Gasquet, der 2007 in Wimbledon sogar im Halbfinal (gegen Federer) aufgetaucht war, steht Wawrinkas Bilanz 1:1. Die beiden Spieler mit den vielleicht schönsten einhändigen Rückhandschlägen hatten sich in Roland Garros 2013 einen denkwürdigen Achtelfinal geliefert, den Wawrinka 6:7, 4:6, 6:4, 7:5, 8:6 gewann.

Wawrinkas Pech und Schlussspurt

Gegen Goffin hatte Wawrinka im 2. Satz eben das erste Break der Partie geschafft (zum 2:1), als er erstmals an diesem Turnier gebreakt wurde. Dazu benötigte Goffin aber fremde Hilfe: Er verwertete den Breakball mit einem Return, der weit im Aus gelandet wäre, wenn er nicht von der Netzkante gestoppt und für den Westschweizer unerreichbar ins Feld abgelenkt worden wäre.

Wawrinka ging in beiden Tiebreaks 3:0 in Führung, in der zweiten Kurzentscheidung musste er aber bei 6:7 einen Satzball abwehren. Im dritten Durchgang fiel er dann nach Goffins zweitem Break 2:4 zurück, bevor er zum Schlussspurt ansetzte mit vier gewonnen Spielen in Folge. Nach 2:24 Stunden verwertete er seinen ersten Matchball mit einem Vorhandwinner.

Erstellt: 06.07.2015, 18:51 Uhr

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