Wawrinka statt Federer im Kreis der Grossen

Der Romand Stanislas Wawrinka begeisterte gegen Tomas Berdych und kam in New York erstmals an einem Grand-Slam-Turnier weiter als sein Schweizer Kollege.

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Roger Federer ist ausgeschieden, und trotzdem ist die Schweiz im Viertelfinal des US Open vertreten. Stanislas Wawrinka sprang in die Bresche und rang Tomas Berdych (ATP 5) im Achtelfinal 3:6, 6:1, 7:6 (8:6), 6:2 nieder.

Die Zuschauer im Louis Armstrong Stadium, wo tags zuvor Federer gescheitert war, zeigten sich zunächst vor allem beeindruckt von der Wucht des tschechischen Hünen. Doch je länger, desto mehr schlugen sie sich auf die Seite Wawrinkas, der Ball um Ball zurückbrachte und sich mit seinem Kampfgeist in ihre Herzen spielte. «Let's go, Stan!», schallte es immer wieder durch die zweitgrösste Arena, in welcher der Vaudois, weil das Publikum hier so nahe am Geschehen ist, in Flushing Meadows am liebsten auftritt.

Kühle Bedingungen

Nachdem Wawrinka im ersten Satz bei merklich kühleren Bedingungen als noch am Montag etwas zu passiv agiert hatte, übernahm er zu Beginn des zweiten sofort den Lead und zog auf 5:0 davon. Auch im dritten Durchgang gelang Wawrinka sogleich ein Break, doch dann fand Berdych wieder besser ins Spiel. Er reagierte jeweils mit einem Service-Durchbruch, als der Schweizer bei 5:4 und 6:5 zum Satzgewinn aufschlug.

Das Momentum war nun plötzlich wieder beim Favoriten, der im Tiebreak auf 4:1 davonstürmte, doch in dieser kapitalen Phase spielte Wawrinka mit Unterstützung des Publikums sein bestes Tennis, holte auf 4:4 auf und verwertete bei 7:6 seinen zweiten Satzball mit einem Ass. Danach war der entfesselte Schweizer, der mit deutlich mehr Assen (14:3) einen erstaunlichen Vorteil beim Aufschlag hatte, nicht mehr zu stoppen.

Morgen gegen Murray

Erstmals in seiner Karriere ist Wawrinka damit an einem Grand-Slam-Turnier weiter gekommen als Federer. Weiter geht es für ihn morgen Donnerstag gegen Titelverteidiger Andy Murray – wahrscheinlich in der Nightsession auf Arthur Ashe vor über 22'000 Zuschauern.

Er steigt natürlich erneut als Aussenseiter in diese Partie, seine bisherigen Duelle mit Murray dürfen ihm aber Mut machen: Er bezwang den Schotten hier 2010 in der 3. Runde und liegt in den Direktbegegnungen nur mit 5:8 zurück. «Das gibt einen sehr schwierigen Match», blickte Murray voraus. «Wawrinka spielt in diesem Jahr phantastisches Tennis.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.09.2013, 05:16 Uhr

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