Wawrinkas blauer Ärger in Madrid

Der Startsieg des Lausanners über den Portugiesen Sousa wurde von einem ungewöhnlichen Intermezzo begleitet.

«Zu Beginn sahen wir den Ball fast nicht»: Stan Wawrinka beim Spiel gegen João Sousa in Madrid. (5. Mai 2015)

«Zu Beginn sahen wir den Ball fast nicht»: Stan Wawrinka beim Spiel gegen João Sousa in Madrid. (5. Mai 2015) Bild: AFP

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Der Portugiese João Sousa schimpfte lauthals, als er um Mitternacht den Centre Court der Caja mágica verliess. «Das ist zwar einer der grössten Courts der Welt, aber es kann doch nicht sein, dass wir beide teilweise den Ball nicht sahen. Das blaue Licht hinter dem Court war viel zu hell, vor allem bei tiefen Bällen.» Stan Wawrinka, der kurz darauf in die Players Lounge kam, unterstützte die Kritik seines Gegners, den er 7:6, 7:5 besiegt hatte. «Zu Beginn sahen wir den Ball fast nicht. Und der Schiedsrichter und die ATP wollten nichts unternehmen.»

Darauf hatte sich Wawrinka während der Partie direkt an Manolo Santana gewendet, Spaniens Tennislegende, der zur Spitze der Turnierorganisatoren gehört und im Stadion war. «Darauf versuchten sie sogleich, uns zu helfen, indem sie die Farbe des Lichts veränderten», anerkannte Wawrinka. Er verteidigte die Organisatoren, als ob es ihm nicht recht gewesen wäre, sie wegen der Beleuchtung kritisieren zu müssen. «Sie machen hier alles, damit wir Spieler uns wohlfühlen.»

Sonderlich wohl hatte er sich in seinem ersten Spiel aber auch abgesehen von den schwierigen Lichtverhältnissen nicht gefühlt. «Es war spät und kalt, und ich hatte Mühe, ins Spiel zu finden.» Insgesamt fühle er sich aber wieder gut, nachdem er in Indian Wells, Miami und Monte Carlo eine spielerische Krise durchlebt hatte und selbst im Training nicht in Schwung gekommen war. «Ich habe jetzt zweieinhalb Wochen hart gearbeitet, mit Magnus Norman und Pierre Paganini, und ich spiele im Training wieder wirklich gut. Nun geht es nur darum, dass ich wieder einige Partien gewinne.»

Im Achtelfinal trifft der Weltranglistenneunte am Donnerstag auf Fabio Fognini, der diese Saison schon zweimal gegen Rafael Nadal gewonnen hat, oder Grigor Dimitrov, gegen den er in Monte Carlo in Runde 3 fast ohne Widerstand ausgeschieden war.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.05.2015, 09:19 Uhr

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