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Abruptes Ende für Wawrinka in einer bizarren Partie

17 Stunden nach Roger Federer ist Stanislas Wawrinka beim Masters-1000-Turnier in Montreal als letzter Schweizer ausgeschieden. Der Romand unterlag Mardy Fish (ATP 8) im Viertelfinal 3:6, 7:6 (10:8), 0:6.

Frustrierter Abgang nach einem speziellen Spiel: Stanislas Wawrinka.
Frustrierter Abgang nach einem speziellen Spiel: Stanislas Wawrinka.
Keystone

Die Partie endete, wie sie schon vorher verlaufen war: bizarr. Zu Beginn des dritten Satzes hatte Wawrinka noch einmal zwei Breakchancen, um auf 1:1 auszugleichen, danach war es mit seiner Gegenwehr aber zunehmend vorbei. In den letzten Games stemmte er sich kaum mehr gegen die Niederlage und wirkte vor allem beim Aufschlag handicapiert, er verlor seine letzten sieben Servicegames. Im ganzen dritten Satz konnte er nur 11 Punktgewinne notieren und Fish, der derzeit die beste Phase seiner Karriere durchläuft, kam letztlich doch noch sicher zu seinem 10. Sieg in den letzten 11 Partien.

Bis zum Viertelfinal war Wawrinka der Spieler mit den meisten gewonnenen Servicegames im Turnier gewesen und Fish hatte sich ebenfalls erst zweimal breaken lassen müssen. Von dieser Souveränität war gestern aber beidseitig nichts zu sehen, im Gegenteil: Beide Spieler bekundeten bei phasenweise böigem Wind mit dem Aufschlag riesige Probleme, die Folge war ein Breakfestival, wie man sich es höchstens von der WTA-Tour gewohnt ist. Am Schluss resultierten aus 27 Aufschlaggames 15 Breaks, für eine Partie auf diesem Level rekordverdächtig.

Es wäre mehr möglich gewesen

Alle Chancen aufzuzählen, die Wawrinka im zweiten Satz hatte, sprengt fast den Rahmen dieser Zeilen. Ehe er nach Abwehr zweier Matchbälle schliesslich in extremis den Entscheidungssatz erzwang, vergab er Möglichkeiten, die im Normalfall für mehrere Partien reichen. Er führte mit Doppelbreak 4:1 und servierte danach bei 5:4 und 6:5 zum Satzausgleich, musste sich aber stets breaken lassen und auch ein 5:4 im Tiebreak bei eigenem Service war noch nicht genug.

Obwohl gestern sicher mehr möglich gewesen wäre, hat Wawrinka beim Canadian Open einen weiteren Schritt zur Rückkehr in die Top 10 gemacht. Mit der sechsten Viertelfinal-Qualifikation bei einem Turnier der zweithöchsten Kategorie wird er sich am Montag um drei Positionen auf Rang 14 verbessern und falls ihm in Cincinnati ein weiteres Spitzenresultat gelingt, darf er sogar noch vor dem US Open mit der Rückkehr unter die Top 10 liebäugeln.

si/pbe

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