«Als ich das las, bekam ich Panik»

Maria Scharapowa hat eine schwierige Zeit hinter sich. In einem Interview gibt sie Einblick in ihre Gefühlswelt.

Eine ganz bittere Stunde: Maria Scharapowa erklärt vor der Presse, dass sie in der Dopingkontrolle hängengeblieben ist. (7. März 2016)

Eine ganz bittere Stunde: Maria Scharapowa erklärt vor der Presse, dass sie in der Dopingkontrolle hängengeblieben ist. (7. März 2016) Bild: Reuters

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Am 12. September erscheint Maria Scharapowas Buch «Unstoppable». Die frühere Nummer 1 der Tennisweltrangliste erzählt darin die Geschichte ihres Aufstiegs, aber auch von der Dopingaffäre, die ihr eine 15-monatige Sperre einbrockte. «Das ist wohl das härteste, was man als Athletin erleben kann », erklärt die Russin in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin «People». Gleichwohl versucht sie, in der Affäre etwas Positives zu sehen: «Ich kenne wenig starke Menschen, die eine einfache Vergangenheit haben.»

In Scharapowas Urin waren Anfang 2016 Spuren des Herzmedikaments Meldonium entdeckt worden. Darüber wurde sie einige Wochen später von den Dopingkontrolleuren informiert. «Als ich das las, bekam ich Panik. Es folgten Tage der Ungläubigkeit und der Verzweiflung», erinnert sich die 30-Jährige.

Meldonium steht erst seit 2016 auf der Dopingliste. Scharapowa hatte die Substanz zuvor über Jahre straffrei konsumiert und sagt, in Russland sei das Mittel fast so gebräuchlich wie Aspirin, sogar ihre Grossmutter greife darauf zurück.

Dass Scharapowas Sperre von ursprünglich 24 auf 15 Monate reduziert wurde, schmeckte längst nicht allen Konkurrentinnen. Vor allem die Kanadierin Eugenie Bouchard, das neue Poster Girl des Tennissports, schlug scharfe Töne an. «Ich finde, dass die WTA damit eine falsche Message an die Kids sendet: Betrüge, und man wird dich mit offenen Armen empfangen.»

(ak)

Erstellt: 13.08.2017, 12:21 Uhr

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