«Federer arbeitet, als ob er allen etwas schuldig wäre»

Spielt Roger Federer noch bis 40? Fitnesscoach Pierre Paganini über den Vergleich von Tennis und Eishockey, wo bis ins hohe Alter auf Spitzenniveau gespielt werden kann.

Ein Erfolgsduo: Seit 2000 ist Pierre Paganini verantwortlich für Roger Federers Fitness. Foto: Keystsone

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Hatten Sie nun lange Ferien, weil Roger Federer seine Saison schon nach Wimbledon abbrach?
Nein . . . (lacht) Und Roger hatte auch keine, oder nur sehr wenig.

Sie sind auch ein wichtiger Berater von ihm. Empfahlen Sie ihm im Sommer, die Notbremse zu ziehen?
Diesen Entscheid fällte er mit dem ganzen Team. Das hatte nichts mit meiner Person zu tun. Aber in einer solchen ­Situation war es besonders wichtig, dass alle im Team sich damit beschäftigten – auch Seve Lüthi und Ivan Ljubicic (die Trainer), Daniel Troxler (Physio), Tony Godsick (Manager) und Mirka.

Was war darauf für Sie anders?
Zuerst einmal fehlt er auf der Tour, das spüre auch ich als Zuschauer. Wenn du den Fernseher einschaltest, bist du ­natürlich froh, wenn Roger auch da ist. Das andere ist: Wir haben viel kontinuierlicher miteinander gearbeitet als sonst, die ganze Phase viel intensiver ­gemeinsam erlebt. Es ging ja um die Therapie und den Beginn des Konditionstrainings, da haben wir logischerweise viel mehr miteinander zu tun gehabt.

Wie sah das konkret aus?
Wir begannen mit der Arbeit im konditionellen Bereich am 27. August, etwa vier ­Wochen, nachdem entschieden war, dass er die Saison abbricht. Natürlich anfänglich auf eine andere Art, denn ­gewisse Sachen konnte man noch gar nicht machen. Das erklärt auch teilweise, ­warum er so viel Zeit benötigte. Er war zuerst drei Wochen in der Physiotherapie bei Dani. Alles Schritt für Schritt – ­wobei wir jedem Schritt sogar mehr Zeit einräumten, als notwendig ­gewesen wäre, aus Vorsicht.

Die Grenzen wurden bewusst lange gar nicht ausgelotet?
Genau das war das Ziel: dass er im ­grünen Bereich bleibt. Und dass sich am Tag danach bestätigt, dass dies so war.

Er selber sagte im Oktober, er sei bisher im Fahrplan. Stimmt das?
Bis jetzt sind wir total im Fahrplan, und darüber sind wir alle sehr happy. Aber wir sind auch sehr vorsichtig und sorgfältig. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir von einem Spieler sprechen, der schon sehr, sehr viel gespielt hat in seinem Leben. Da gibt es einfach gewisse Baustellen, die gehören dazu. Und diese werden ihn auch mehr oder weniger bis zum Ende der Karriere begleiten.

Die grösste Baustelle in diesem Jahr ist das operierte linke Knie.
Auch wenn jetzt der Akzent auf dem Knie liegt, darf man den Rest des Körpers nicht vergessen. Nach 1300 Matches gibt es einfach gewisse Abnützungserscheinungen, das ist normal.

Kann das Knie komplett verheilen?
Wo immer es eine Baustelle gibt, wird es danach nie mehr so gut wie zum Zeitpunkt, als du geboren wurdest – weil dann ja üblicherweise alles gut ist. Von einer Baustelle aber bleibt etwas übrig, oder sie zeigt sich irgendwann wieder. Aber er hat ja auch schon mit Baustellen gearbeitet und gewonnen in den letzten 16 Jahren. So gesehen, ist alles im normalen Bereich. Wir sind auf einem guten Weg und müssen jetzt einfach schauen, dass es auf diesem weitergeht.

Wenn Sie sagen, Sie seien sorgfältig und vorsichtig: Heisst das, dass es noch keine richtigen Härtetests gab?
Nach jedem abgeschlossenen Schritt gibt es Tests. In diesem Sinn hatte er schon mehrere; es gab auch schon mehrere Konditionstrainings, in denen wir in gewissem Grad ans Limit gingen, sei es punkto Intensität oder Komplexität, oder indem wir etwas relativ Hartes machen, wenn die Ermüdung vom ­Tagestraining schon da ist. Das alles ­haben wir schon durchgearbeitet.

Sind Ihre Dienste ab jetzt immer weniger gefragt, weil der Fokus nun immer mehr auf dem Tennis liegt?
Ich würde sagen: Das ganze Team war dieses Jahr mehr ­gefordert als üblich. Denn alle beschäftigen sich mit ihm, interessieren sich ­dafür, was geschieht, auch wenn du nicht gerade selber mit ihm arbeitest. Natürlich gibt es eine ­Planung und Aufteilung. Und von dem her sind die Tennistrainer nun natürlich viel mehr dabei als zu ­Beginn, als er nur mit mir oder ­Daniel arbeitete. Und ab jetzt wird auch das ganze Team zusammen sein, wenn er mehr und mehr ­Tennis spielt.

Aber der wichtigste Teil Ihrer Arbeit mit ihm ist inzwischen absolviert?
Was die Anzahl der Trainingseinheiten betrifft, werde ich mich ab Anfang ­Dezember mehr und mehr zurückziehen. Die ersten zwei Wochen werden aber auch konditionell noch, sagen wir: lebendig sein. Und dann ist es richtig, dass es mehr um das Tennis geht.

Zuletzt war er ja nochmals in den Ferien.
Ja, aber eigentlich nennt man das eine Kompensationswoche. Es gibt immer solche Wochen, in denen du dem Körper und der Psyche wieder Zeit geben musst, das gehört zur Planung. Ferien sind ein aktiver Teil des Trainings, das darf man nicht vergessen. Und gerade jetzt sind sie besonders wichtig.

Das Comeback ist Anfang Januar im australischen Perth geplant. Wann beginnt die finale Vorbereitung?
Die beginnt jetzt, und sie dauert bis Ende Jahr. Das grosse Training wird in Dubai stattfinden.

Wie stufen Sie die Chancen ein, dass ihm die Rückkehr gut gelingt?
Was ich bis jetzt gesehen habe, stimmt mich sehr zuversichtlich – bis jetzt. Aber es ist wie in einem Fussballmatch: In der 70. Minute ist er noch lange nicht fertig. Und manchmal sind die letzten Minuten die wichtigsten. Ich glaube, dass die letzten fünf Wochen für ihn die wichtigsten sein werden. Aber ich bin eher ein Typ, der lieber nichts sagt, bevor er alle ­In­formationen hat. Und diese ­haben wir jetzt noch nicht.

Sie sind ausgesprochen vorsichtig. Müssen sich Federer-Fans Sorgen machen?
Nein, nein, das wäre falsch. Aber jeder einzelne Schritt ist jetzt einfach wichtig. Wie gesagt: Wir sind wirklich auf einem guten Weg. Und was mich einmal mehr fasziniert, ist, wie sich Roger über jeden kleinen Fortschritt freut und dadurch Vertrauen schöpft für den nächsten Schritt. Da ist er einfach sackstark, das muss man schon sagen. Was er jetzt macht, mit 35 und nach allen Erfolgen, die er hatte, das macht nicht jeder.

Oder gar keiner?
Das würde ich auch sagen – aber dann heisst es, ich sei nicht objektiv. Er ist niemandem etwas schuldig, arbeitet aber jeden Tag, als ob er allen etwas schuldig wäre. So seriös, so intensiv und trotzdem locker. Ich muss schon sagen: Das ist einfach einmalig. Und da spreche ich nicht einmal als Konditionstrainer, sondern als Mensch.

Im Oktober sagte Federer, Sie hätten ihn noch nie so besorgt empfunden wie unmittelbar vor Wimbledon. Stimmt das?
Das stimmt. Aber er ist ja generell so ­unbesorgt und behält immer die Übersicht, kann sich sehr gut auf das konzentrieren, was im Moment gerade wichtig ist – auch da ist er sehr stark. Aber vor Wimbledon hat man gespürt, dass ihn gewisse Gedanken über seine Verfassung verfolgten, auch wenn er versuchte, positiv zu sein. Das war ­natürlich ein Zeichen, weil dies bei ihm sonst nie geschieht.

Viele hatten Angst, dass er merken könnte, wie schön das Leben ohne Tennis sein kann und vielleicht gar nicht zurückkommt. Berechtigt?
Da kann ich Ihnen eine Garantie geben: Seine Leidenschaft für das Training und das Tennis war zuletzt vielleicht noch grösser, als ich je gedacht hatte. Wenn einer wie er, der so gerne Tennis spielt und fast sechs Monate keine Turniere bestreiten kann, jeden Tag mit einem Lächeln ins Training kommt, ist das mehr als Leidenschaft. Er ist schon ein Unikum. Und vor allem zu Beginn war es für ihn nicht immer sehr spannend, das waren vor allem Trainings, in denen du arbeiten musst und die teilweise monoton sind. Die haben wir inzwischen hinter uns. Aber da musste er erst durch, und das machte er grandios.

Viele Athleten verlieren in diesem Alter oder schon früher die Lust . . .
. . . und er macht alles mit 35 wie einst mit 25, das versichere ich Ihnen. Sonst ­wären wir auch alle gar nicht mehr da, wenn er keine Lust mehr hätte.

Werden Sie ihn nach Australien begleiten?
Das ist in meinem Plan nicht vorgesehen. Momentan konzentriere ich mich ganz auf die nächsten Wochen. Und ich nehme an, er hat mich genug gesehen, bis er nach Australien fliegt.

Es fällt ohnehin auf, dass Sie im Gegensatz zu vielen anderen ­Konditionstrainern selten an den Turnieren auftauchen – obwohl sie mit Federer und Wawrinka zwei Spitzenspieler betreuen. Warum?
Weil meine Arbeit nicht an Turnieren stattfindet. Und ich habe es ja nicht mit Junioren zu tun, sondern mit Vollprofis, die wissen, wie man sich aufwärmt usw. Die brauchen mich an Turnieren überhaupt nicht. Und ich bin nicht gerne ­unnützlich. Ich komme mit ihnen zwar super aus, und wir freuen uns auch, wenn wir uns sehen. Aber darum geht es nicht. Letztlich geht es um die Arbeit. Und das Vertrauen zwischen Spieler und Konditionstrainer beinhaltet, dass man versucht, im richtigen Moment das Richtige zu ­machen. Und das passiert bei mir zu 99 Prozent nicht an Turnieren.

Warum sind denn viele Ihrer Berufskollegen praktisch immer dabei?
Es gibt auch gewisse, die lieber in der Loge sind als ich. Dort wird man ja auch gesehen . . . Natürlich gibt es Momente, in denen es wichtig ist, eine Partie zu verfolgen, auch für mich. Aber ich darf auch sagen, dass ich das nun seit über 30 Jahren mache und schon so viele Matches gesehen habe, dass ich für meinen Job nicht jedes Spiel live mitverfolgen muss. Ich muss den Spieler einfach spüren. Und dank des guten Verhältnisses, das ich mit Roger und Stan haben darf, ist das kein Problem. Zudem ist auch dies wichtig für den Spieler: Wenn er spielt, spielt er, dann trainiert er nicht mehr. Und meine Person symbolisiert für sie total das Training, nicht das Spiel.

Federer und Wawrinka gewannen insgesamt schon 20 Grand-Slam-­Titel, alle mit Ihnen als Konditionstrainer. Wie viele dieser Finalsiege haben Sie live erlebt?
Nur einen, glaube ich – Roland Garros 2009 (Federer vs. Söderling). Dazu sah ich von Roger zwei oder drei Endspiele in Paris, die er gegen Nadal verlor.

Werden Sie immer noch nervös, wenn er wichtige Partien spielt?
Sicher. Und vor dem Fernseher bin ich noch viel nervöser als im Stadion. Die Leidenschaft hat ja nichts mit der Distanz zu tun, sondern mit Emotionen.

Verfügen Sie über Daten, die zeigen, wo Ihre Spieler körperlich stehen im Vergleich zu anderen Phasen?
Werte sammelt doch jeder Trainer auf seine Art, im Ausdauer-, Kraft- oder Schnelligkeitsbereich. Es geht aber vor allem darum, welche Bedeutung du ­diesen Daten einräumst. Ich benutzt sie mehr als Information denn als Evaluation. Sie zeigen mir: Wo stehen wir, wo haben wir einen Vorsprung, wo sind wir eher im Rückstand? Tennis funktioniert eben anders als viele andere Sportarten. Schnell zu rennen, ist zwar schön – aber richtig zu rennen, ist etwas anderes. Das zeigt sich auch darin, dass einige Spieler grosse Matches auch dann gewinnen können, wenn sie schon müde sind. Ein 100-­Meter-Läufer könnte das nicht.

Können Sie anhand dieser Daten erkennen, dass Federer nicht mehr so schnell, ausdauernd oder kräftig ist wie in seinen besten Zeiten?
Was ich bestätigen kann, ist, dass die Leistungsfähigkeit irgendwann nachlässt – ich bin ja selber fast 60. Aber je kreativer und intelligenter jemand spielt, desto mehr kann er herausholen. Tennis lässt sich in gewissen Bereichen mit Eishockey vergleichen, wo auch viele Spieler mit 38, 39 oder 40 noch ­extrem gut sind – weil es immer wieder Pausen gibt. Zudem ist Roger ein super Tennisathlet mit extrem viel Erfahrung.

Ist es gut, dass er am Hopman-Cup zurückkehrt, ohne viel Druck?
Gut finde ich, dass er gleich Anfang Jahr zurückkehrt. Das erste Turnier der Saison bringt ja für alle Fragen mit sich. Und Roger ist super darin, Antworten zu finden. Dass er zurückkommt, wenn es für alle wieder beginnt, ist ideal.

Er hat 17 Majortitel, Wawrinka 3. Wie viele kommen noch dazu?
Das müssen Sie die Spieler fragen, sie stehen auf dem Platz. Aber dafür arbeiten wir, das ist die Motivation.

Für beide?
Logisch. Sonst wäre Roger jetzt nicht am Trainieren wie ein Verrückter.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 15.11.2016, 22:50 Uhr

Pierre Paganini über Stan Wawrinka

«Wawrinka hat sicher noch drei, vier gute Jahre»

In welcher Phase befindet sich Stan Wawrinka? Er wirkt erschöpft.
Er hat eine fantastische Saison gespielt, nach der er logischerweise eine gewisse Müdigkeit verspürt.

Mehr als in früheren Jahren?
Ja. Was er allein ins US Open investierte, mit allen Emotionen – das hinterlässt Spuren. Du kannst nicht einfach den Pokal nehmen, lachen, und alles geht normal weiter. Du musst das zuerst ­emotionell verarbeiten, den Rebound finden, den Körper sammeln. Auch bei ihm gibt es Baustellen und Schwankungen. Das ist normal in einer Sportart, die das ganze Jahr ausgeübt wird. Zwischendurch musst du wieder die Harmonie finden zwischen Körper und Spiel.

Ist es ein Unterschied, ob man – wie er – 2014 ein Grand-Slam-Turnier im Januar gewinnt oder wie 2015 im Juni oder wie jetzt im September?
Das Schöne ist ja, dass er jedes Jahr eines gewonnen hat, das ist fantastisch. Unterschiede gibts immer – weil jeder dieser Titel einmalig ist. Wenn du deinen Haupt­effort bringst, wenn zwei Drittel der Saison vorbei sind, ist die Kompen­sation oder Superkompensation anders. Die Müdigkeit kumuliert sich. Aber Stan hat das im Griff, und es ist ein Vorteil, dass er schon zwei Majors ­gewonnen hatte. Seine Reife wird sowieso total unterschätzt.

Inwiefern?
Er ist sein eigener Champion geworden, auch im Kopf. Sonst hätte er nicht solche Erfolge erzielt. Fleiss allein genügt nicht. Du musst zuerst eine Persönlichkeit sein. Und da wird er unterschätzt.

Warum dauerte bei ihm diese ­Entwicklung eher lange?
Es stimmt, einige entwickeln ihre Persönlichkeit spontaner – wobei er sie von Anfang an hatte, er konnte sie auf dem Platz einfach weniger ausleben. Inzwischen gelingt ihm das grandios. Da hilft natürlich ein Trainer wie Magnus Norman enorm, der diese Ruhe hat und in ­jedem Moment stets das Richtige sagt.

Magnus Norman ist in London selbst in den Fokus gerückt, da er zum Coach des Jahres gewählt wurde.
Ich kann nur sagen: Alles, was er erhält, hat er zehnmal verdient.

In einem Blog nach dem US Open schrieb er indes, das Hirn und der Stratege im Team seien Sie . . .
Das beweist, dass er auch den Preis für Fairplay und Loyalität verdient hätte. Was er wohl sagen wollte: Wir helfen uns gegenseitig, im Dienste von Stan.

Ist Norman die Schlüsselfigur, dass er zum Grand-Slam-Sieger wurde?
Eindeutig. Es ist schon gewaltig. Als Konditionstrainer denke ich täglich dara-n. Ich weiss, wie viel Stan gearbeitet, wie er gerudert und gekämpft hat, wie steinig sein Weg war. Ihn heute zu erleben, bringt mir unauslöschbare Emotionen.

Hätten Sie ihm Majortitel zugetraut?
Nein. Einen Platz in den Top 10 schon. Aber nach dem Australian Open 2014 war klar, dass er das Potenzial hat. Und man spürte, dass er das auch wusste, und das war sehr entscheidend.

Er wird bald 32 und wirkt grundsätzlich stärker denn je. Wo steht er athletisch?
Ich will nicht, dass man den athletischen Bereich überbewertet. Aber er ist über die Jahre immer länger reaktionsschnell und explosiv geworden. Von Natur aus liegt ihm die Ausdauer besser als die Explosivität. Das sind zwei Antagonisten, wie ein Marathonläufer und ein Sprinter. Aber ein Tennisspieler muss zwischen diesen beiden eine ­Balance finden, und das braucht Zeit. Und wenn man an der Explosivität arbeitet, muss man aufpassen mit Verletzungen. Das zeigt: Du musst auf ­allen Ebenen Fortschritte machen und diese dann synchronisieren, eine Harmonie finden. Ihm ist dies extrem gut gelungen.

Wie gross sind seine Abnützungen? Auch er hat Rückenprobleme, nun ist das Knie ein Thema.
Klar, auch er hat Abnützungen. Viele können sich gar nicht vorstellen, was hinter den Kulissen abläuft und ein Spieler täglich tun muss, damit er nur schon seine Präventions- und Regenerationsübungen gemacht hat, dazu alle Behandlungen und die Physiotherapie. Das gilt auch für Stan, wie für alle Topspieler.

Wie steht es um sein linkes Knie?
Das Tape trägt er vor allem zur Prävention. Das sind kleine Überbelastungen, keine Verletzungen. Er probiert jetzt einfach, noch so gut wie möglich durch das letzte Turnier zu kommen.

Wie viel gute Jahre geben Sie ihm noch auf der Tennistour?
Ohne Verletzungen sicher noch drei, vier Jahre. Dann muss man schauen. (Tages-Anzeiger)

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Pierre Paganini

22 Jahre mit Federer

Pierre Paganini, der am 27. November 59 wird, kennt Roger Federer seit 1995. Als dieser mit 14 Jahren ins Swiss-Tennis-Förderprogramm nach Ecublens VD kam, war er dort Leiter und Konditionstrainer. Der Sohn einer Universitätslehrerin und eines Pianisten spielte zuerst Geige, ehe er sich dem Sport zuwandte. Er war Zweit- und Drittligafuss­baller, betrieb Leichtathletik und absolvierte die Sportlehrerausbildung in Magglingen. Während 20 Jahren arbeitete der mehrsprachige Westschweizer für Swiss Tennis und gehörte elf Jahre zum Davis-Cup-Team (bis 2008). Während 17 Jahren betreute er auch Marc Rosset. Federer verpflichtete ihn im Jahr 2000 privat, fünf Jahre später tat es ihm Stan Wawrinka gleich. Der in Dubai und Zermatt lebende, verheiratete Fitness­experte hält sich bevorzugt im Hintergrund, ist aber für beide auch ein zentraler Berater. (rst)

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