«Ich konnte das Training nicht geniessen»

Martina Hingis spricht in einem Interview mit der «Sports Illustrated» über ihre Vergangenheit und ihr neues Leben auf der Tour.

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Martina Hingis erlebt diese Saison gleich doppeltes Glück. Ob an der Seite von Leander Paes oder Sania Mirza, ob im Mixed oder im normalen Doppel, für Hingis sind die beiden indischen Partner an ihrer Seite ein wahrer Glücksgriff. Fünf Grand-Slam-Titel und sechs Turniersiege auf der Doppel-Tour haben der 35-jährige Schweizerin ein Preisgeld von 1,3 Millionen US-Dollar eingebracht. Zuletzt triumphierte sie vor einer Woche in Peking und gab dann der «Sports Illustrated» ein Interview.

Hingis über...

...ihre Siege am US Open im Doppel und Mixed: «Wir haben echt stark gespielt. Und wenn man so eine Siegesserie hinlegt, dann hat man auch irgendwie das nötige Selbstvertrauen, um in schwierigen Momenten die richtige Lösung zu finden.»

...ihre beiden Doppelpartner aus Indien: «Beide haben einen einzigartigen Stil, aber weil ich mich sowohl von der Grundlinie als auch am Netz gut anpassen kann, fühle ich mich äusserst wohl. Zufälligerweise kommen beide aus Indien, aber jeder ist auf seine Art ein wahrer Champion. Ich bin einfach glücklich darüber, dass ich so tolle Partner habe.»

…über sportliche Erfolge als Spielerin und als Coach: «Ich war sehr glücklich, als ich Anastasia Pawljutschenkowa zu ihrem ersten Turniersieg coachen konnte. Das war eine schöne Bestätigung. Die Siege und Fortschritte haben sich angefühlt, als ob ich auch gewonnen hätte, weil ich meinen Beitrag dazu geleistet hatte. Als Spielerin konnte ich das Training nicht geniessen, aber als Coach habe ich viel mehr Dinge gemacht, man reflektiert und analysiert.»

…über ein neues Comeback im Einzel: «Ich habe dieses Jahr schon Fed Cup gespielt und dabei gemerkt, dass ich dafür physisch noch viel mehr arbeiten müsste. Ich spüre es schon im Doppel. Deshalb möchte ich mich nicht mehr in eine leidende Situation versetzen. Ich bin 35 Jahre alt, mit 16 oder 17 erholt man sich schneller.»

…über ihre bescheidenen Einträge auf Social Media: «Ich will eigentlich mein Privatleben nicht mit der Öffentlichkeit teilen. Das war früher anders. Heute stelle ich manchmal ein paar Pferdefotos ins Netz. Aber eigentlich bin ich nie zu Hause. Als ich das letzte Mal für zwei Tage daheim war, bin ich mit Freunden in die Stadt gegangen. Das war das letzte Mal, als ich etwas gemacht habe. Ich bin mit Tennis ziemlich gut beschäftigt.» (sr)

Erstellt: 19.10.2015, 17:47 Uhr

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