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Nadal sagt, was ihm «zum Verhängnis» wurde

Plötzlich kam der Einbruch, bei 3:1 im fünften Satz war der Spanier gegen Federer erledigt. Wie er das erklärt.

Freude herrscht: Roger Federer strahlt mit den Ballkindern um die Wette.
Freude herrscht: Roger Federer strahlt mit den Ballkindern um die Wette.
Getty Images
Reiche Beute gemacht: Federer verlässt die Arena als grosser Sieger.
Reiche Beute gemacht: Federer verlässt die Arena als grosser Sieger.
Getty Images
Er sorgte für die Musik vor dem Match: Geiger Nigel Kennedy.
Er sorgte für die Musik vor dem Match: Geiger Nigel Kennedy.
Getty Images
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Rund drei Stunden waren gespielt, da schien alles für Rafael Nadal zu sprechen. Er hatte wenige Minuten zuvor den vierten Satz für sich entschieden, sah zu, wie Roger Federer ein Medical Timeout nehmen musste, und nun gelang ihm im ersten Aufschlagspiel des Schweizers im fünften Satz gleich ein Break.

Und weil Nadal im Anschluss an den Servicedurchbruch drei Breakbälle abwehren konnte, schien das Momentum endgültig auf seiner Seite zu sein. Dennoch verliess der ausgezeichnete Frontrunner, der seit Wimbledon 2007 keinen Grand-Slam-Final mehr gegen Federer verlor, den Platz als Verlierer.

Video – Federer schaut nach kurzer Nacht zurück:

Die Erklärung dafür war für den Spanier einfach: «Im fünften Satz war jedes meiner Aufschlagspiele ein Drahtseilakt. Und wenn man so lange balanciert, dann ist es normal zu fallen.» Tatsächlich war Federer jederzeit nahe am Break, während er seinen Service mühelos halten konnte. Den Schlüssel zum 18. Major-Titel des Maestros sah Nadal in dessen aggressiver Spielweise. Federer habe kein Interesse an langen Ballwechseln gehabt, sondern habe eine sehr offensive Taktik gewählt: «Er hat das Talent, das ihm erlaubt, so zu spielen. Dazu kann er sich in wichtigen Momenten auf seinen Service verlassen, im Gegensatz zu mir. Ich litt immer bei eigenem Aufschlag, am Schluss wurde mir das zum Verhängnis.»

Trotz der knappen Niederlage hält sich die Trauer des Mallorquiners in Grenzen: «In dieser Partie hätte alles passieren können. Aber Roger spielte auf sehr hohem Niveau, mit einigen fantastischen Schlägen. Mir hingegen fehlte der letzte Funken, um gegen seine aggressive Spielweise dagegenzuhalten.»

Nadal bestätigte auch Federers Beobachtung, dass mit zunehmender Spieldauer seine Kräfte zu schwinden begannen: «Gegen Schluss wurden meine Beine etwas müde, das hat sich auf die Länge meiner Bälle ausgewirkt.» Ob der Fünfsatz-Marathon im Halbfinal gegen Grigor Dimitrov vom Freitag Einfluss hatte? «Ich denke, ich habe mich gut von dieser Schlacht erholt gehabt.» Auch deshalb ist er überzeugt: «Wenn mein Körper mitmacht, bin ich sicher, dass ich weiterhin bei allen Turnieren um den Sieg mitspielen kann.»

Video – ein unglaubliches Comeback im 5. Satz.

So gewann Federer das Finale gegen Nadal. SRF/Tamedia

Fotostrecke – Federers Meisterwerk in Bildern:

Nummer 20, Australian Open 2018: Roger Federer ringt Marin Cilic mit 6:2, 6:7, 6:3, 3:6, 6:1 nieder.
Nummer 20, Australian Open 2018: Roger Federer ringt Marin Cilic mit 6:2, 6:7, 6:3, 3:6, 6:1 nieder.
Keystone
Switzerland's Roger Federer celebrates beating Croatia's Marin Cilic in their men's singles final match on day 14 of the Australian Open tennis tournament in Melbourne on January 28, 2018. / AFP PHOTO / SAEED KHAN / -- IMAGE RESTRICTED TO EDITORIAL USE - STRICTLY NO COMMERCIAL USE --
Switzerland's Roger Federer celebrates beating Croatia's Marin Cilic in their men's singles final match on day 14 of the Australian Open tennis tournament in Melbourne on January 28, 2018. / AFP PHOTO / SAEED KHAN / -- IMAGE RESTRICTED TO EDITORIAL USE - STRICTLY NO COMMERCIAL USE --
AFP
Nummer 19, Wimbledon 2017: Federer lässt Cilic beim 6:3, 6:1, 6:4 keine Chance.
Nummer 19, Wimbledon 2017: Federer lässt Cilic beim 6:3, 6:1, 6:4 keine Chance.
Keystone
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