Bacsinszky: «So hatte es keinen Sinn»

Die Lausannerin im Pech: Nach 30 Minuten muss sie in Indian Wells gegen die Nummer 3, die Tschechin Pliskova, aufgeben.

«Ich kann ja nicht einmal mehr ein Racket halten»: Timea Bacsinszky schaut am Fed Cup in Genf im Match gegen Frankreich auf den Screen. (12. Februar 2017)

«Ich kann ja nicht einmal mehr ein Racket halten»: Timea Bacsinszky schaut am Fed Cup in Genf im Match gegen Frankreich auf den Screen. (12. Februar 2017) Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone

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Nach 29 Minuten warf Timea Bacsinszky gegen Karolina Pliskova im «Tennis Garden» in ihrem Achtelfinal das Handtuch. Ihr linkes Handgelenk, dass sie schon seit Mitte Februar schmerzt, hatte sich in der dreieinhalbstündigen Partie gegen die Holländerin Kiki Bertens am Samstag dermassen verschlimmert, dass an ein Weiterspielen nun nicht zu denken war. «Jener Match war der Killer, und so hatte es keinen Sinn gegen die Nummer 3. Ich spielte miserabel, konnte auf der Backhand nur Slice spielen – und das mit zwei Stundenkilometern», sagte die Nummer 16 später in der Players Lounge, mit einem Stützverband am linken Unterarm.

«Ich hasse es zwar, aufzugeben. Aber ich kann ja nicht einmal mehr ein Racket halten. Es wäre lächerlich gewesen, weiterzuspielen.» Sie habe lange überlegt, ob sie überhaupt auf den Platz gehen soll, so Bacsinszky. «Ich hatte gehofft, dass mit dem Adrenalin die Schmerzen nachlassen. Aber nichts half, nicht einmal etwa zehn entzündungshemmende und schmerzstillende Tabletten. Dafür ist nun mein Magen völlig durcheinander.» Obwohl sie körperlich sehr fit ist, blickt sie den nächsten Wochen nun mit grosser Ungewissheit entgegen. Ob sie in Miami (ab Mitte kommender Woche) spielen kann, ist fraglich, und selbst ihr Fed-Cup-Einsatz im April in Minsk gegen Weissrussland könnte in Gefahr sein. Trotz allem hatte Bacsinszky ihren Sinn für Humor nicht verloren: «Falls jemand auf Ebay ein gutes Handgelenk zu verkaufen kann - ich bin interessiert und zahle gut.»

Erstellt: 15.03.2017, 04:13 Uhr

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