Bacsinszkys grosse Chance zur Krönung

Warum es für den ganz grossen Triumph der Schweizerin keinen passenderen Ort als Paris gäbe.

Wundersame Rückkehr nach Paris: Timea Bacsinszky. Foto: Keystone

Wundersame Rückkehr nach Paris: Timea Bacsinszky. Foto: Keystone

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Timea Bacsinszky und Roland Garros, das ist eine Liebesgeschichte. Allerdings war es lange eine einseitige. Siebenmal musste die Lausannerin hier antreten, um erstmals die zweite Runde zu überstehen. Das war 2015. Dann stiess sie gleich bis in den Halb­final gegen Serena Williams vor. Zwei Jahre später ist sie nun wieder so weit, und diesmal steht ihr die Amerikanerin nicht im Weg. Sie ist in der Schwangerschaftspause.

Wegen der Absenz der langjährigen Dominatorin galt das French Open, schon bevor der erste Ball gespielt wurde, als so offen wie schon lange nicht mehr. An Bacsinszky dachte allerdings kaum jemand. Nicht nach diesen ersten Saisonmonaten, in denen sie nie mehr als zwei Siege aneinandergereiht hatte und überdies von einer Sehnenentzündung am linken Hand­gelenk zurückgeworfen worden war. Doch am Turnier ihres Herzens hat die 27-Jährige plötzlich ihr bestes Tennis wiederentdeckt.

Wundersame Rückkehr nach Paris

Nun bietet sich ihr in Paris sogar die grosse Chance, in den exklusiven Zirkel der Grand-Slam-­Siegerinnen einzutreten. Im Halbfinal gegen die acht Jahre jüngere Jelena Ostapenko ist sie aufgrund ihrer ­Erfahrung und ihres ­Variantenreichtums zu favorisieren. Im Endspiel könnte sie auf Karolina ­Pliskova oder Simona Halep treffen, die Weltnummern 2 und 3. Doch in ihrer aktuellen Form kann sie alle verblie­benen ­Gegnerinnen schlagen.

Video – Bacsinszky erklärt ihren Erfolg an der Pressekonferenz:

Als Bacsinszky 2013 eigentlich schon mit dem Tennis aufgehört hatte, bekam sie ein Mail vom French Open, sie sei aufgrund ihres Rankings (211) noch ins Qualifikationsturnier gerutscht. Sie packte ihre Rackets, fuhr im Auto nach Paris und verlor. Doch es war der Anfang einer wundersamen Rückkehr. Einen passenderen Ort für den ganz grossen Triumph gäbe es für sie nicht.

Erstellt: 07.06.2017, 00:08 Uhr

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